Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz / Bayern | Dienstag, 2. September 2014
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Obstbörse Waldsassen

  


Bei der Obstbörse im Landkreis Tirschenreuth handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Umweltstation sowie des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Tirschenreuth und der Kreisfachberatung am Landratsamt Tirschenreuth.

Die Obstbörse präsentiert sich alle Jahre lebendig und vielseitig mit einem Programm rund ums regionale Obst. Als Veranstaltungsort hat sich Waldsassen bewährt. 

Der Termin für das Jahr 2013 steht mit dem Sonntag, den 29. September bereits fest. Die Veranstaltung ist eingebettet in die Eröffnungsveranstaltung der Erlebniswochen Fisch im Landkreis Tirschenreuth.

Fisch trifft Obst im Kloster Waldsassen

Im historischen Ambiente des Klosters Waldsassen steht das ganze Fest unter dem Motto „Fisch trifft Obst“, schließlich findet neben der Fischwocheneröffnung gleichzeitig die traditionelle Obstbörse  im Naturerlebnisgarten des Klosters statt. Sie werden staunen, wie gut das zusammenpasst! Schlemmen Sie sich durch den Markt der regionalen Genüsse mit heimischen Obst- und Fischspezialitäten und anderen Köstlichkeiten, erfahren Sie mehr über die Geschichte der Abtei und ihre Verbindung zur Teichwirtschaft und genießen Sie die einmalige Atmosphäre der Klosteranlage.

Der Naturerlebnisgarten der Umweltstation dient als Standort für die Pavillions, Buden und Stände der OGV, der Imker , der Kreisfachberatung, der Pomologen und sonstiger Aussteller rund ums heimische Obst. Das ganze erweitert sich in der Brauhausstraße hin zum historischen Stadel von Frau Böhm mit ihrem Gedankengarten wo allerlei Kunsthandwerk sich zu einem kleinen "Gärtnermarkt" zusammenfindet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung soll aber aus unserer Sicht wie immer das heimische Obst stehen. 

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Tirschenreuth und die Umweltstation Waldsassen haben diese Obstbörse ins Leben gerufen, um den Kontakt zwischen Anbietern von heimischen Obst und Interessenten, die die Vielfalt der regionalen Obstsorten zu schätzen wissen, herzustellen.

Es wird gezeigt, dass Äpfel nicht unbedingt aus Frankreich, Chile oder Neuseeland kommen müssen. Auch in der nördlichen Oberpfalz wachsen viele geschmacklich interessante Sorten wie z. B. der ’Berlepsch’, ’Kaiser Wilhelm’ oder ’Zabergäu-Renette’ oder Rote Sternrenette (der „Typische Weihnachtsapfel"!) heran.

Es soll mit der Obstbörse auf die Bedeutung von Streuobstwiesen hingewiesen werden. Streuobstwiesen sind ein typischer und althergebrachter Bestandteil der bäuerlichen Kulturlandschaft. Ab Christi Geburt brachten die Römer Kulturformen der heute gebräuchlichen Arten nach Europa. Es entstanden Obstgärten nahe von Siedlungen. Im 16. Jahrhundert dehnte sich der Obstbau aus und es entwickelten sich Strukturen, welche bis heute die Kulturlandschaft prägen. Durch zunehmende intensive Grünlandnutzung für die Milchviehhaltung traten Streuobstwiesen in den Hintergrund. Viele Obstbäume wurden in den vergangenen Jahrzehnten gerodet. Es erfolgte vielerorts eine nur nachlässige Pflege und Nachpflanzung durch die Besitzer, da kein wirtschaftlicher Anreiz gegeben war. Hier versuchen wir anzusetzen: Wir möchten, dass das Obst aus heimischer Produktion Abnehmer und Anerkennung findet:

Sehr positiv ist z. B: die Möglichkeit eigenen Saft bei den Obst- und Gartenbauvereinen zu pressen, die sehr gut angenommen wird: 

Die Apfelbörse bietet die Möglichkeit des Direktverkaufes von besonderen Obstsorten: Es gibt eine ungeheure Vielfalt, auch was den Geschmack betrifft: im Supermarkt dominiert eher der Einheitsgeschmack. 

Nur über diese wirtschaftliche Schiene lässt sich wieder eine Wertschätzung der alten Obstbäume und damit ein Erhalt der verbliebenen Streuobstwiesen erreichen.