Der Landkreis Tirschenreuth - ein Paradies für Garten- und Naturfreunde
Gartennetzwerk im Landkreis Tirschenreuth

- Das Kemnather Land - eine einzigartige Landschaft mit vielen Vulkankegeln; Blick auf den Schlossberg in Waldeck

- Teichpfanne Tirschenreuth – Wiesau – eine herrliche, ökologisch intakte Teichlandschaft.

- Phantastischer Karpfen - ein Symbol für die Region

- Vom örtlichen Gartenbauverein wiederhergestellter Reslgarten in Konnersreuth

- Rosenbeete im Kreislehrgarten Mitterteich

- Kräutergarten der Umweltstation Waldsassen
Tirschenreuth als nördlichster Landkreis der Oberpfalz wurde bei der Kreisreform 1972 neu gebildet. Er umfasst das Gebiet des vormaligen Landkreises Tirschenreuth, den überwiegenden Teil des früheren Landkreises Kemnath und bezieht den vom Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab abgetrennten Raum um Erbendorf mit ein. Nachbarlandkreise sind im Westen der Landkreis Bayreuth, im Norden der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und im Süden der Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab. Im Osten bildet die
70 km lange Staatsgrenze Bayerns zur Tschechischen Republik zugleich die Kreisgrenze; die Nachbarbezirke in Böhmen sind Karlsbad und Pilsen. Am Westhang des Tillenberges liegt in der Marktgemeinde Neualbenreuth der geographische Mittelpunkt Europas.
Der Kreis hat eine Fläche von 1085 km2 und ist mit 77.000 Einwohnern und 26 Gemeinden der dünnstbesiedelste der Oberpfalz. Das Gebiet ist etwa zu 45 % mit Wald bedeckt. Im Bereich der Senken erstreckt sich eine ausgedehnte Teichlandschaft mit mehr als 4.600 Weihern.
Landschaft und Klima
Die südöstlichen Flanken des Fichtelgebirges und nordwestlichen Ausläufer des Oberpfälzer Waldes mit dem Steinwald kennzeichnen das Relief im Landkreis. Zwischen beiden Gebirgen breitet sich die sog. Naab-Wondreb-Senke aus, die als Durchgangsland nach Böhmen von jeher eine völkerverbindende Funktion hatte.
Der Gesamtklimacharakter ist gemäßigt kontinental und von der Mittelgebirgslage geprägt. Die Höhenlage des Landkreises schwankt zwischen 433 und 946 Metern über dem Meer. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 750 – 900 mm.
„Land der tausend Teiche“ im Herzen Europas
Im Mittelalter gab es auf dem Gebiet des heutigen Landkreises etwa 10.000 Teiche. Kurz
nach 1800 war der Fischpreis niedrig und viele Teiche, auch die beiden großen Stadtteiche,
die Tirschenreuth zur Inselstadt machten, wurden trockengelegt. Erst ab 1880 wurde die Fischzucht wieder wirtschaftlich lukrativ und viele, inzwischen verwilderte Teiche wieder genutzt.
Heute ist der Landkreis Tirschenreuth wieder wortwörtlich das Land der tausend Teiche.
Es gibt wieder mehr als 4.600 Teiche mit dem Schwerpunkten Teichpfanne Tirschenreuth - Wiesau und Kemnather Land.
Das Gebiet mit der Waldnaabaue präsentiert sich als ein Mosaik von Feuchtwiesen, Mooren und Teichen,
das auf mehr als 3.000 ha von keinem öffentlichen Weg durchschnitten wird. Unter dem Titel „Waldnaabaue“ ist die Fläche als Bundesnaturschutzprojekt und FFH-Gebiet gemeldet.
Die Gartenschau "Natur in der Stadt" 2013 in Tirschenreuth befasst sich intensiv mit dedem Thema Teiche. Rund um den historischen Fischhof werden die beiden Stadtteiche wieder geflutet und mit vielen interessanten Themenbereichen ergänzt.
Kreisverband Tirschenreuth
Der Kreisverband Tirschenreuth umfasst 30 Obst- und Gartenbauvereine mit über 4.900 Mitgliedern.
Der Tatkraft und dem Engagement der ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen sind viele Projekte entsprungen, die die Region sowohl kulturell bereichern als sich durch natur- und umweltschützend auswirken.
Viele Dörfer im Landkreis sind im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet worden. Die Initiative geht oft vom Gartenbauverein aus, die Bewohner von Golddörfern wie z. B. Wondreb, Wernersreuth, Höflas, Hatzenreuth und Münchenreuth sind zurecht stolz auf ihre Heimatorte, die Natur und Kultur, Brauchtum und sozialen Zusammenhalt auf so vorbildiche Art verbinden.
Ein besonderes Projekt ist die vom OGV Konnersreuth ehrenamtlich durchgeführte Rekonstruktion
des Reslgartens in Konnersreuth.
Die stigmatisierte Therese Neumann, als „Resl von Konnersreuth“ weltbekannt, war auch eine große Gartenliebhaberin. Ihr Garten war als Blumengarten gestaltet und wurde vom Gartenbauverein
wieder so hergerichtet, dass er dem Charakter entspricht, wie er zu Lebzeiten der Resl war.
Weitere lohnende Besichtigungsziele sind die Umweltstation Waldsassen mit einem vorbildlich angelegten Klostermedizingarten, der Hildegardmedizin- und Heilkräutergarten nach Pfarrer Kneipp einem nach chinesischen Vorbild angelegten Heilpflanzengarten gegenüberstellt, sowie der Kreislehrgarten Mitterteich, der vom Kreisverband unterhalten wird.
Auf 1,2 ha Fläche werden Bauerngarten, Teich, Obstgarten sowie ein Wohngarten thematisch vorgestellt.