Landkreis Tirschenreuth
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Geographische Lage

Der Landkreis Tirschenreuth mit einer Fläche von 1.084 km² liegt in der Mitte Europas. Der Tillenberg (940 m NN) wird als Mittelpunkt Europas bezeichnet. Hier haben 1865 k.u.k. Militärgeographen aus Wien einen Vermessungsstein I. Ordnung gesetzt.

Der Landkreis reicht im Westen bis in das südliche Fichtelgebirge. Im Osten grenzt er mit dem Oberpfälzer Wald auf einer Länge von 75 km an den Böhmerwald. Das zentrale Mittelgebirge im Landkreis ist der Steinwald, der mit 946 m NN auch die höchste Erhebung aufweist. Zwischen den Mittelgebirgen liegen in der Naab-Wondreb-Senke und in der Kemnather Senke große Teichgebiete mit fast 4000 Teichen.

Quer von Südost nach Nordwest zieht sich die europäische Hauptwasserscheide durch das Gebiet. Sie teilt die Gewässer zwischen Donau und Elbe. Der Landkreis Tirschenreuth liegt im Norden der Oberpfalz und grenzt im Westen und Norden an Oberfranken. Im Osten hat er das Bezirksamt Karlsbad als Nachbar. Durch Waldsassen verläuft der 50. nördliche Breitengrad und durch den Steinwald der 12. östliche Längengrad.

Klima

Da Mittelgebirgslandschaften nahezu das gesamte Kreisgebiet einnehmen, sind die klimatischen Unterschiede im Landkreis recht gering. Nur in zwei kleinen Gebieten, zwischen der Grenze Hundsbach und Waldsassen im Nordosten sowie zwischen Kastl und Kemnath im Südwesten, erreicht die mittlere Jahrestemperatur 7° C. Hier liegt die Zahl der Vegetationstage (mindestens 10° C) zwischen 140 und 150. Den 25 bis 30 Eistagen stehen etwa 25 Sommertage mit Temperaturen von mindestens 25° C gegenüber.

Im übrigen Landkreis beträgt die mittlere Jahrestemperatur weniger als 7° C, die Zahl der Vegetationstage liegt unter 140. Bei mehr als 30 Eistagen ist der Sommer mit durchschnittlich weniger als 20 Sommertagen recht kurz. Die jährliche Niederschlagsmenge schwankt zwischen über 1.000 mm in den Hochlagen der Mittelgebirge und 600 mm in der Gegend von Hundsbach. Im größten Teil des Landkreises fallen 700 - 800 mm Niederschläge im Jahr. Trotz der langen Winter können nur wenige Gebiete als schneesicher eingestuft werden. Lediglich in Teilen des südlichen Fichtelgebirges im Nordwesten liegt an 60 Tagen im Jahr Schnee, ebenso auf den Hochlagen des Oberpfälzer Waldes. Bei der Silberhütte, dem bekannten Langlaufzentrum, gelten sogar über 80 Tage im Jahr als schneesicher. Die vorgenannten Zahlen und Daten sind Durchschnittswerte, die sich aus langjährigen Wetteraufzeichnungen ergeben.