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Albert Rupprecht besucht den Neuen

Zum Antrittsbesuch begrüßte Landrat Roland Grillmeier den CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht am Landratsamt Tirschenreuth. Die wirtschaftliche Lage im Landkreis stand dabei im Fokus.

auf der Fischhofbrücke im Hintergrund das Landratsamt: Landrat Roland Grillmeier (links) und MdB Albert Rupprecht. Bild: Landratsamt Tirschenreuth, Stefan Malzer

Nach den Glückwünschen seitens des Bundestagsabgeordneten an den neuen Landrat ging es beim Gespräch zunächst um die aktuelle Einschätzung der Lage hinsichtlich Corona-Neuinfektionen im Landkreis. Diese sei aktuell als stabil einzustufen, versicherte der Landrat. Die niedrige Zahl der Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz von 6,90) spreche eindeutig dafür, dass die getroffenen Maßnahmen wirken. Trotzdem müsse man die Lage weiterhin sehr genau beobachten.

Medizinische Versorgung in der ländlichen Nordoberoberpfalz sicherstellen
Wie wichtig eine funktionierende medizinische Versorgung, speziell in ländlichen Regionen sei, habe sich nochmals durch das Pandemiegeschehen verdeutlicht, betonte Grillmeier. So sei es auch künftig wichtig, dass man gemeinsam daran arbeitet, die medizinische Versorgung in der Nordoberpfalz zu gewährleisten. Ein essenzieller Baustein hierfür sei die Kliniken Nordoberpfalz AG, für deren Interessen man weiterhin gemeinsam eintreten will, versicherten die beiden Politiker. Landrat Roland Grillmeier betonte dabei die Wichtigkeit aller Krankenhausstandorte im Landkreis Tirschenreuth. Für MdB Albert Rupprecht sei es zudem essenziell, dass die Ansiedlung speziell von Allgemeinärzten in den ländlichen Regionen weiterhin forciert werden müsse, um eine ausreichende Versorgung nicht nur in den Ballungsräumen künftig sicherzustellen. Hierzu werde er sich weiterhin auf Bundesebene einsetzen.

Wirtschaftliche Lage: Der Weg in die Normalität
Das zentrale Gesprächsthema des Treffens war die Lage der Wirtschaft in der Region, um gemeinsame Strategien für den Weg in die Normalität zu erörtern. Hierzu wurde Wirtschaftsförderer Dr. Volker Höcht um seinen Statusbericht gebeten. Dieser dankte zunächst dem Abgeordneten und seinem Büro für die stetige Versorgung mit wichtigen Informationen während der Corona-Krise. Vor allem in Krisenzeiten sei eine schnelle, zielgerichtete Weitergabe von verlässlichen, tagesaktuellen Informationen essenziell. Höcht berichtete über die zahlreichen Maßnahmen seitens der Wirtschaftsförderung und weiterer Stellen des Landratsamts zur Unterstützung der einheimischen Wirtschaft. Mittels tagesaktuellen Informationen auf der Homepage und den Corona-Hotlines für Arbeitgeber (Montag-Sonntag besetzt) stand man bei Fragen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten, zu geltenden Verfügungen, Grenzpendlerregelungen und zu vielen weiteren Themen den Unternehmen und Selbstständigen zur Seite. Speziell die ständigen Änderungen im Grenzpendlerverkehr zur Tschechischen Republik stellten dabei eine große Herausforderung dar. Um hier Unterstützung zu leisten, fand seitens des Landratsamts ein vermehrter Austausch mit tschechischen Behörden, der Bundespolizei, mit der Deutschen Botschaft in Prag und der Europaregion Donau-Moldau statt, um den Pendlerverkehr möglichst weitreichend aufrechtzuerhalten. Die aktuelle wirtschaftliche Lage sei im Landkreis den Umständen entsprechend als relativ stabil einzustufen, natürlich gebe es aber auch Probleme und Härtefälle. Besonders betroffen seien aktuell vor allem der Einzelhandel und die Gastronomie bzw. der Hotelsektor. MdB Rupprecht bestätigte dieses Bild der Lage aus den Eindrücken, die er aus Gesprächen mit Experten aus der Region gewonnen habe. Jetzt heiße es aber weiterhin, gemeinsam passgenaue Strategien zu entwickeln und konkrete Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Branchen bereitzustellen, um den Weg aus der Krise zu beschreiten. Hierzu werden bereits weitere Bundesprogramme entwickelt, ließ der Abgeordnete durchblicken.

Offene Grenzübergänge und Ausbau der grenzübergreifenden Zusammenarbeit: Deutsch-Französische Freundschaft als Vorbild
Landrat Roland Grillmeier machte klar, dass ein wichtiger Schritt für die Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten im Landkreis Tirschenreuth sei, die für den Pendlerverkehr geschlossenen Grenzübergänge zu öffnen. Aktuell müssen die Berufspendler lange Anfahrtswege und -zeiten über die offenen Übergänge in Schirnding oder Waidhaus in Kauf nehmen. Das müsse schleunigst geändert werden. Denn einer der Standortvorteile des Landkreises sei nun mal die günstige Lage im Herzen Europas mit direktem Zugang zur Tschechischen Republik. Hierzu sagte MdB Rupprecht umgehend seine Unterstützung zu. Zudem sprachen sich beide Politiker dafür aus, die Idee eines Bayerisch-Tschechischen Freundschaftspakts, nach dem Vorbild des existierenden Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrags, gemeinsam weiterverfolgen zu wollen. Die Grenzregionen müssen weiter zusammenwachsen. Damit schaffe man eine neue Qualität in den Beziehungen und man könne die herausragende Stellung in einem Europa der Regionen weiter ausbauen betonte Landrat Grillmeier.

Stärkung der Innovationskraft, Digitalisierung und Berufliche Bildung weiterdenken
Wichtig für die wirtschaftliche Fortentwicklung seien auf Bundes-/Landes- und auch auf Landkreisebene Innovationsschübe. Aus der Krise könne man nur gestärkt hervorgehen, wenn die Innovationskraft in den Unternehmen wieder gestärkt wird. Das machte  Bundestagsabgeordneter Rupprecht deutlich. Der Abgeordnete sprach sich dazu für Leuchtturmprojekte in der Region und einen Ausbau der Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden und der einheimischen Wirtschaft aus. Die Gesprächsteilnehmer waren sich schnell einig, dass darüber hinaus die Fachkräftequalifikation in Zeiten der Digitalisierung ein essenzieller Motor für die Wirtschaftsentwicklung sei. Man müsse hierzu aber auch die berufliche Bildung weiterdenken. Landrat Roland Grillmeier und Wirtschafsförderer Dr. Volker Höcht hoben hervor, dass man u.a. mit dem Berufschulzentrum Wiesau hinsichtlich Fachkräftequalifikation bereits sehr gut aufgestellt sei und dazu bereits weitere Initiativen im Bereich Bildungsmanagement und Digitalisierung anlaufen, um den Wirtschaftsstandort Landkreis Tirschenreuth weiter zu stärken. Zum Abschluss der Besprechung sicherte der Bundestagsabgeordnete - auch Sprecher im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung u. Technikfolgenabschätzung - zu, dass er die Aktivitäten bestmöglich unterstützen werde und man seitens des Landratsamts jederzeit auf ihn zukommen könne.

 

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