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Coronavirus - Ergebnisse der Untersuchung der COVID-19 Epidemie im Landkreis Tirschenreuth durch das Robert-Koch-Institut

Der Landkreis Tirschenreuth veröffentlicht mit dieser Pressemitteilung den 29-seitigen Bericht des Robert-Koch-Institutes über die Ergebnisse der Untersuchung der COVID19 Epidemie im Landkreis Tirschenreuth. Der Bericht ist hier abrufbar.

Das Landratsamt Tirschenreuth löst mit dieser Veröffentlichung sein Versprechen ein, nach Abschluss der Ermittlungen durch das RKI die Öffentlichkeit umfangreich über das Infektionsgeschehen im Landkreis zu informieren. Landrat Roland Grillmeier fühlt sich durch den Bericht in seiner bisherigen Vermutung bestätigt: „Ein Fest alleine war für die hohen Fallzahlen nicht verantwortlich“. Vielmehr lag es lt. Bericht an der Verkettung mehrerer Faktoren (Urlaubsrückkehrer, verschiedene Veranstaltungen) und vermutlich auch an unerkannten Fällen zu Beginn der Corona-Krise. Bezüglich der hohen Zahl an Todesfällen wird eine hohe Dunkelziffer im Landkreis vermutet, wonach sich der Anteil der Todesfälle im Verhältnis zu den Infizierten deutlich verringern könnte. „Es war deshalb wichtig, sich zeitgleich um die Antikörper-Studie der Uni-Kliniken Regensburg und Erlangen zu bemühen um hier ebenfalls Licht ins Dunkel zu bringen“, so Landrat Grillmeier.

Zudem waren im Landkreis überproportional viele Personen im fortgeschrittenen Alter und mit Vorerkrankungen betroffen. „Ich hoffe, der Bericht leistet einen Beitrag dazu, wie sich zukünftig solche Pandemien bewältigen lassen. Der Landkreis Tirschenreuth musste zu Beginn ohne Erfahrungswerte aus dem Stand heraus die Krise meistern und hat dies lt. Bericht auch gut gemacht“, so Grillmeier. Auch für Landrat a. D. Wolfgang Lippert „zeigen die Ergebnisse der Untersuchung eindeutig, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr früh, richtige und effektive Entscheidungen getroffen haben. Die Ausbreitung des Virus konnte dabei wirksam eingedämmt werden.

Weiterhin bieten die Untersuchungen eine hervorragende Grundlage, um für die Zukunft richtungsweisende Strategien zur Bekämpfung des Virus ausarbeiten zu können.“ Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont: „Wir haben bereits frühzeitig die Maßnahmen in die Wege geleitet, die vom RKI nun in dem Bericht empfohlen werden. So wurde als Teil der bayerischen Containment-Strategie im Kampf gegen die CoronaPandemie eine neue Unterstützungs-Software für die Gesundheitsämter entwickelt. Ferner hatten wir kurzfristig zusätzliches Personal zur Unterstützung der Fachkräfte der Gesundheitsämter bereitgestellt. Fast 4.000 Beschäftigte der Staatsverwaltung waren den Gesundheitsämtern zugewiesen.

Tirschenreuth war eines der ersten Ämter, das entsprechend geschultes Unterstützungspersonal für das ‚Contact Tracing‘ erhielt.“ Grillmeier bittet abschließend nochmals um Verständnis, dass sich der Landkreis zu Vermutungen und Schuldzuweisungen nicht geäußert hat und dies auch in Zukunft nicht tun wird. Weiterhin erfolgen aus Datenschutzgründen bzw. wegen der Persönlichkeitsrechte keine Informationen zu Einzelfällen.

„Niemand konnte das Ausmaß dieser Corona-Krise vorhersehen und niemand war auf so etwas vorbereitet. Die Suche nach Schuldigen ist fehl am Platz“, so Grillmeier. Landrat Grillmeier bedankt sich beim RKI für die Erstellung des Berichts und dem Gesundheitsamt Tirschenreuth, das einen enorme Zuarbeit für die Erstellung des Berichts geleistet hat. Ebenso gilt der Dank allen, die in dieser schweren Zeit mitgeholfen haben, die Krise zu meistern, z. B. Kliniken, Ärzte, Heime, ILS, Hilfsorganisationen und Hilfsdienste, BRK, THW, Rettungsdienst, Polizei, Bundespolizei, Seelsorge, Bundeswehr, medizinisches und pflegerisches Personal. „Vielen Dank auch allen Bürgerinnen und Bürger für den verantwortungsvollen Umgang mit den Hygiene- und Schutzvorschriften, welche dazu beigetragen hat, dass wir seit Wochen eine stabile Lage in unserem Landkreis haben, die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 0,00.“

Auch bedankt sich Landrat Grillmeier bei der Regierung der Oberpfalz, dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, dem Bayer. Innenministerium und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit für die fachliche und personelle Unterstützung. „Ich wünsche mir, dass nach diesen anstrengenden Wochen wieder etwas Ruhe in unserem Landkreis einkehrt. Der Blick muss nach vorne gehen. Bleiben Sie gesund“, so Grillmeier abschließend.

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