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Eindrückliche Geschichten zur Grenzöffnung vor 30 Jahren

Heute ist es ganz selbstverständlich, über Mähring, Bärnau oder Waldsassen nach Tschechien zu fahren. Bis auf einige Hinweisschilder würde man den Grenzübertritt kaum bemerken. Was heute schon wieder normal ist, war vor 30 Jahren ein Glücksfall und hat die ganze Region bewegt.

Interessiert lauschen die tschechischen Schüler den Ausführungen der Zeitzeugin. (Foto: Barbara Habel)

Unter Anleitung von Philip Reich setzen die Schülerinnen der Mädchenrealschule die Zeitzeugen gekonnt in Szene. (Foto: Barbara Habel)

Museumsleiter Hans Müller erzählte eindrücklich von den Grenzanlagen. Er betreut das Museum ehrenamtlich. (Foto: Barbara Habel)

Aus diesem Anlass finden in diesem Jahr viele Feierlichkeiten statt. Auch die Museen im Grenzraum beteiligen sich mit einer Sonderausstellung daran. Unter dem Thema „Wir sind wieder Nachbarn! – Erinnerungen an 30 Jahre Grenzöffnung“ wird die zweisprachige Schau in mehreren Orten und auch in Tschechien zu sehen sein.

Unterstützung bei der Vorbereitung der Schau gibt es von den Schülerinnen und Schülern der Mädchenrealschule Waldsassen und der Základní škola Úšovice (Ortsteil von Mariánské Lázně /Marienbad). Zum Auftakt am Montag gab der Museumsleiter des Gelebten Museums Franz Schöner in Mähring einen Einblick in das Leben mit und an der Grenze. Eine Führung im ehemaligen Grenzschutzgebäude Slatina (Tři Sekery/Dreihacken) zeigte deutlich, wie ausgeklügelte Sicherheitsmaßnahmen eine Flucht aus der damaligen Tschechoslowakei fast unmöglich machten. Franz Schöner betonte, wie froh wir heute sein können, in einem geeinten Europa zu leben.

Die Eindrücke des ersten Tages wurden am Dienstag im Geschichtspark Bärnau-Tachov weiter vertieft. Herz der Sonderausstellung sollen nämlich Interviews mit deutschen und tschechischen Zeitzeugen werden, die sich an ihr Leben mit und ohne Eisernen Vorhang, erste Begegnungen und besondere Begebenheiten erinnern. Geführt haben diese Gespräche die Schülerinnen und Schüler unter professioneller Anleitung von Gabriela Paetzolt und Philipp Reich vom T1 Jugendmedienzentrum. Nach einer technischen Einführung in Kamera, Ton und Licht konnten die eindrücklichen Geschichten der Zeitzeugen festgehalten werden.

Noch ein weiteres Mal kommen die Beteiligten in zwei Wochen im Geschichtspark Bärnau-Tachov zusammen. Das Videomaterial muss noch geschnitten und für die Ausstellung vorbereitet werden. Das Projekt wird von den Museen im Landkreis Tirschenreuth, die in Grenznähe liegen gemeinsam umgesetzt. Dazu gehören das Stiftlandmuseum Waldsassen, der Sengerhof in Bad Neualbenreuth, das Gelebte Museum in Mähring, das Knopfmuseum und der Geschichtspark in Bärnau. Federführend ist dabei die Museumsstelle der IKom Stiftland tätig.

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