Landkreis Tirschenreuth
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Nach der Verleihung des Bayerischen Tourismusarchitekturpreises "artouro" für die Heusterzbrücke im Jahr 2011 und dem Architekturpreis "best architects 15" für die Himmelsleiter im Frühjahr 2015 wurden beide Bauwerke nun mit dem BDA Regionalpreis ausgezeichnet. Unter 80 hochkarätigen Bewerbungen wurden beide Bauwerke neben 3 anderen Objekten in der Oberpfalz gewürdigt.

Qualitätsvolle Bauwerke benötigen gute Architekten, gute Architekten brauchen mutige Bauherren. Ist beides vorhanden, so kann unverwechselbare, bedeutsame Baukultur entstehen. Die Bauwerke des Architekturbüros Brückner & Brückner aus Tirschenreuth in Verbindung mit dem Bauherrn, dem Landkreis Tirschenreuth,  haben in der vergangenen Woche mit dem BDA (Bund deutscher Architekten) Regionalpreis Oberpfalz 2015 erhalten, als Auszeichnung für bemerkenswerte zeitgenössische  Architektur und guten Städtebau in der Region.

Der Regionalpreis stärkt die regionale Baukultur in den Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz. 80 Einreichungen konnten in diesem Jahr registriert werden, so viele wie noch nie, und alle hatten eines gemeinsam: In Sachen zeitgemäßen Bauens auf hohem Niveau braucht sich gerade der ländliche Raum Ostbayerns bestimmt nicht gegenüber anderen Regionen oder gar den Ballungsräumen verstecken.

Die Jury bestehend aus dem namhaften Preisgericht unter der Leitung von Professor Florian Nagler, Architekt BDA, München beurteilt die prämierte Arbeit wie folgt: „Eine Himmelsleiter und eine Brücke sind zwei neue, bereichernde Elemente im Herzen der Tirschenreuther Teichpfanne. Eine Brücke muss natürlich zunächst ihrer Aufgabe gerecht werden, zwei getrennte Ufer miteinander zu verbinden. Das kann diese Brücke auch – aber auch noch viel mehr: Sie ist ein kleines Kunstwerk, das, sich sanft durch die Landschaft schwingend, nur an wenigen Punkten sacht den Boden berührt. Dabei eröffnen sich wunderschöne Blicke von ihr aus und auf sie. Obwohl sich die Brücke perfekt in den Kontext einbindet, strahlt sie neben Ruhe und Eleganz auch räumliche Kraft aus. Die Himmelsleiter ist entlang einer aufgelassen Bahnlinie so raffiniert angeordnet, dass sie – ein durchfahrendes Tor bildend – einen fast noch das Geräusch eines in der Ferne verschwindenden Zuges hören lässt. Die in Reminiszenz an die alte Vizinalbahn verwendeten Materialien tragen ein übriges dazu bei. Unter der Leiter hindurch zu fahren macht sicher genauso viel Freude, wie auf sie hinauf zu steigen und von oben den Blick in die nahe und ferne Umgebung schweifen zu lassen.“