Landkreis Tirschenreuth
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"Einen alten Baum verpflanzt man nicht" - so lautet ein Sprichwort! Übertragen auf die älteren Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Tirschenreuth lässt sich der Arbeitsauftrag dieses Workshops gut beschreiben. Insgesamt nahmen 70 Personen an dieser Veranstaltung teil.

In Vertretung von Herrn Landrat Wolfgang Lippert begrüßte Frau Abteilungsleiterin Regina Kestel vom beauftragten Institut, der Arbeitsgemeinschaft Sozialplanung in Bayern, Frau Sabine Wenng, Frau Anja Preuß und Herrn Rindsfüßer, die den Workshop durchführten.

Weiter waren anwesend:
- Bürgemeister
- Mitglieder des Kreistages
- Mitglieder des Sozial-Ausschusses
- Senioren- und Behindertenbeauftragte der Gemeinden
- Mitarbeiter aus den verschiedenen Abteilungen des Landratsamtes
- Leitungen und Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen und sozialen Dienste
- Mitarbeiter der Gemeinden
- Frau Anja Dubrowski und Herrn Wolfgang Fenzl von der Seniorenfachstelle

Frau Kestel freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt sind. Dies zeigt, dass die älteren Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Tirschenreuth einen hohen Stellenwert haben und dass es im Landkreis Tirschenreuth viele Personen, Einrichtungen und Dienste gibt, die sich um das Wohl unserer Senioren kümmern.

Die Zahl der älteren Menschen wird in den kommeden Jahren weiter ansteigen, aber auch deren Wünsche und Bedürfnisse differenzieren sich zunehmend. Dies betrifft nicht nur den Bereich der Hilfe und Unterstützung, sondern auch das gesellschaftliche und soziale Leben, die Bereitschaft für ein Ehrenamt oder die Unterstützung von pflegebedürftigen Angehörigen.
Um diesen Wünschen und Bedürfnissen gerecht zu werden, wurde bereits im Jahr 2011 ein Seniorenpolitisches Gesamtkonzept für den Landkreis Tirschenreuth entwickelt.
Seitdem wurden zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, welche in Verbindung mit dem Engangement des Landkreises, der Einrichtungen und Institutionen vor Ort sowie den kreisangehörigen Städten, Märkten und Gemeinden die Versorgungssituation der Älteren deutlich verbessert haben.

Beispielhaft einige besondere Projekte, die es im Landkreis gibt und seit 2011 eingeführt bzw. ausgebaut oder verstetigt wurden:

  • Ausbau der Seniorenfachstelle als neutrale Anlaufstelle
  • Seniorenbeauftragte in allen 26 Gemeinden, die sich monatlich treffen
  • Wohnberatungsstelle mit Musterwohnung, ehrenamtlichen Wohnberatern und digitaler Wohnberatung
  • Bildungsangebote für Ältere zur Digitalisierung
  • BAXI
  • Modellprogramm "Aktive generationenfreundliche Gemeinde" mit 5 Kommunen aus dem Landkreis (Erbendorf, Mitterteich, Neualbenreuth, Plößberg, Wiesau)
  • Aufbau von Nachbarschaftshilfen (7 Stück: Bärnau, Brand, Pullenreuth, Plößberg, Waldershof, Kemnath, Erbendorf, und 2 in Planung)
  • 2 Quartierskonzepte ("LebenPlus" TIR und Kemnath)
  • Kooperationen mit "Netzwerk Inklusion", "GesundheitsregionPlus", OTH Weiden, Regionalmanagement etc.
  • Bearbeitung des Themas "Verständliche Sprache" (z. B. Seniorenwegweiser)
  • "Mobiler Dorfladen" der Steinwald-Allianz
  • Großveranstaltungen für Senioren auf Landkreis-Ebene (Fasching, Maiandacht, Wiesenfest)
  • Ausbau der Angebote für Tagespflege, Hospiz und Palliativ

Das Seniorenpolitische Gesamtkonzept aus dem Jahr 2011 soll nun fortgeschrieben und die Maßnahmen bewertet bzw. weiterentwickelt und ggf. neue Maßnahmen formuliert werden.

Damit das Konzept eine gute Sache wird und nach Abschluss auch im Landkreis und den Gemeinden umgesetzt und mit Leben erfüllt wird, ist man auf die Mitarbeit, auf das Wissen und das Engagement aller Akteure in der Seniorenarbeit angewiesen.

Frau Wenng, Frau Preuß und Herr Rindsfüßer führten anschließend durch den Tag.

In 7 Arbeitsgruppen wurden folgende Themen behandelt:

- Gesellschaftliche Teilhabe, Bürgerschaftliches Engagement, Präventive Angebote
- Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit
- Betreuung und Pflege
- Kooperations- und Vernetzungsstrukturen
- Wohnen zu Hause
- Integrierte Orts- und Entwicklungsplanung
- Unterstützung pflegender Angehöriger, Angebote für besondere Zielgruppen, Hospiz- und Pallitativversorgung

Dabei wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:

- Beurteilung der Umsetzung der Maßnahmen seit 2011
- Gibt es neue Entwicklungen?
- Vorschläge und Ideensammlung

Insgesamt war der Workshop laut den Veranstaltern ein voller Erfolg. Es folgen in den nächsten Monaten weitere Befragungen, Erhebungen und Besprechungen. Das neue Seniorenpolitische Gesamtkonzept
soll Anfang 2019 beschlossen werden.