Landkreis Tirschenreuth
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Herr MdB Reiner Meier besuchte auf Einladung der Seniorenfachstelle und der Kommunalen Wohnberatungsstelle die Musterwohnung im Rosenweg 10, um sich selber ein Bild von der Arbeit und Ausstattung der Wohnung zu machen. In der Musterwohnung werden Beratungen zu Wohnungsanpassungsmaßnahmen baulicher Art, aber auch zu Hilfsmittel für ein Wohnen im Alter Zuhause, welche ein Verweilen in der vertrauten Umgebung ermöglichen, aufgezeigt und können dort ausprobiert werden.

Herr Landrat Wolfgang Lippert begrüßte die Mandatsträger und Teilnehmer aus den Fachstellen.

Er ging zuerst in seinen Ausführungen auf die Situationen der älteren Bevölkerung im Landkreis ein und erklärte, dass es bereits in verschiedenen Bereichen gute Ansätze für die älteren Bürger im Landkreis gibt. Anschließend erläuterte er kurz den Werdegang und Aufbau der Musterwohnung, die aus einem zu 100 % geförderten Projekt des BMBF entstanden ist.

Sachgebietsleiter Herr Wolfgang Fenzl zeigte auf, dass nach Ablauf des Bundesprojektes durch einen Beschluss des Kreisausschusses eine Weiterführung mit getragen wird, wenn zusätzlich weitere Fördermittel oder Projektgelder einfließen.

Dies wurde durch das neue Projekt „SeLA- selbstbestimmt Leben im Alter", das vom Bayerischen Sozialministerium mit 40.000 € die nächsten 2 Jahre gefördert wird, erreicht.

Frau Anita Busch stellte daraufhin den Mandatsträgern und Fachstellen das neue Projekt vor.

Der Landkreis Tirschenreuth setzt dieses Projekt unter dem Namen „Mein Daheim - für ein Wohnen im Alter zuhause" um. Dazu wird auch ein Netzwerk von ehrenamtlichen Wohnberatern im Landkreis aufgebaut. Diese Ehrenamtlichen sind vor Ort in den Kommunen die wichtigen Ansprechpartner der Betroffenen, aber auch der Angehörigen oder von Personen, die sich zum Thema „Wohnen im Alter" informieren möchten.

Aktuell sind 9 Interessenten vorhanden, die im Herbst durch eine Grundlagenschulung, die von der Bayer. Seniorenakademie angeboten wird, Fachkenntnisse erwerben werden. In dieser Grundlagenschulung, die insgesamt 40 Std. umfassen und hier am Landratsamt als eigene Inhouse-Schulung angeboten wird, sind alle relevanten Themenfelder, angefangen vom Beratungsablauf über Vorschriften, DIN-Normen, Anpassungsmaßnahmen, Hilfsmittel und Ausstattungsgegenständen, hin bis zu möglichen Förderungen und Antragstellungen, integriert. Nach erfolgter Schulung sind sie dann in Bereiche eingeteilt, um flächendeckend im Landkreis zu agieren.

Herr MdB Reiner Meier drückte seine Freude darüber aus, dass der Landkreis Tirschenreuth eine der 22 deutschlandweiten kommunalen Beratungsstellen ist. Gleichzeitig hob er die Bedeutung dieser Stellen hervor und stellte fest, dass es für den aktuellen Bedarf aber viel zu wenige Beratungsstellen sind.

Er erklärte, dass er sich mit einer Eingabe und Anfrage im Bundesgesundheitsministerium aktuell um weitere Gelder und Finanzmittel für diese Beratungsstellen bemühe, um eine dauerhafte Anlaufstelle zu gewährleisten. Den Landkreisen, Städten und Kommunen müssen ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um dieses wichtige Themen- Feld fürsorglich abdecken zu können.

Der Kreisseniorenbeauftragte Herr Ludwig Spreitzer ergänzte, dass man Landkreise, die Beratung über die Landkreise hinaus anbieten, nicht alleine lassen darf. Auch er sprach sich für weitere Finanzmittel zur Deckung der Personalkosten und zum Erhalt, aber auch zur Anpassung der Musterwohnung an die neuen Techniken, aus. Hier sind alle Mandatsträger gefragt, diese Bemühungen zu unterstützen.

Gemeinsam wurde dann die Musterwohnung mit allen Details besichtigt. Frau Busch erläuterte die Gegenstände, erklärte Nutzungsmöglichkeiten und beantwortete Fragen der Teilnehmer.

MdB Reiner Meier zeigte sich beeindruckt, was momentan bereits für das Wohnen im Alter zuhause schon auf dem Markt ist, aber auch von den bisherigen Besucherzahlen und Beratungen der Musterwohnung. Er sicherte seine Unterstützung zu, damit auch künftig das Beratungsangebot und die hohe fachliche Beratung weiter aufrecht erhalten bleiben.