Landkreis Tirschenreuth
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Der Wirtschaftsclub Nordoberpfalz hat sich einiges vorgenommen: Die Nordoberpfalz soll sich zur eigenen Marke entwickeln. Mit Hilfe einer massiven Bildungsoffensive, interkommunaler Zusammenarbeit, Regionalmarketing und Wirtschaftsförderung soll die Region bald in aller Munde sein. Tourismuskonzepte, Wirtschaftsförderung und der Ausbau von Mobilitätskonzepten sollen dabei ebenso helfen.

"Die Plattform ist da, wir werden selbstbewusster" - Landrat Wolfgang Lippert im Gespräch mit Vertretern des Wirtschaftsclubs Nordoberpfalz, Florian Preisinger vom Initiaktivkreis und Manfred Dietrich, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und des Gründerzentrums im Landkreis Tirschenreuth GmbH.

Landrat Wolfgang Lippert durfte vor kurzem die Vertreter des Wirtschaftsclubs Nordoberpfalz bei sich im Landratsamt Tirschenreuth begrüßen. Von Seiten des Präsidiums nahmen hierbei teil: Gerhard Ludwig, Präsident des Wirtschaftsclubs, Nicolas Götz, Christian Fröhlich und Franz-Josef Einhäupl. Ebenso zu Gast war bei dem Treffen war der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und des Gründerzentrums im Landkreis Tirschenreuth GmbH, Manfred Dietrich sowie vom Initiaktivkreis Florian Preisinger.

„Wir wollen ein eigenes Bild für die Nordoberpfalz entwickeln“, so Christian Fröhlich. Zur Zeit arbeite man an diesem Bild, an einer Imageoffensive, mit dem Ziel, dass die Nordoberpfalz in einigen Jahren bestenfalls eine eigene Marke darstellen könne, wie z. B. Regionen wie das Allgäu oder Südtirol.

Ziele des Wirtschaftsclubs sind u. a.: die Imagebildung für die Nordoberpfalz im allgemeinen, die Förderung des Tourismus, der Industrie und des Gewerbes sowie eine massive Bildungsoffensive, wie z. B. eine verbesserte Ausstattung für die Berufsschulen. Hier wurde bemängelt, dass die Auszubildenden teilweise an Gerätschaften unterrichtet würden, die bestenfalls noch in einem Museum einen angemessenen Platz finden könnten.  „Die Lehrlinge von heute brauchen das beste und modernste, was der Markt zur Zeit hergibt“, so Wolfgang Lippert zu der Thematik. Nur so könne eine fundierte und zeitgemäße Ausbildung erfolgen. Dies ist der Weg, den man auch an der Berufsschule in Wiesau geht.

Manfred Dietrich brachte ein, dass die Nordoberpfalz im internationalen Wettbewerb bestehen müsse und dies auch tut, wie man am Beispiel einiger großer Unternehmen in der Region sieht, die ihre Kunden mittlerweile rund um den Globus bedienen.

„Die Plattform ist vorhanden, wir werden selbstbewusster“, so Wolfgang Lippert. Allerdings erlebe man auch immer wieder Beispiele, dass zum Teil Besucher aus Südbayern weniger oder gar nichts über die fantastische Landschaft und die innovativen Firmen in der Nordoberpfalz wüssten. „Wir müssen das Bild unserer Region modernisieren – Firmen wie die IGZ in Falkenberg würden sich ohne die EDV-Schulen in Wiesau wohl schwer tun“, so Gerhard Ludwig. Von staatlicher Seite erhofft man sich auch dementsprechende Unterstützung, wie z. B. die Abrissförderung für verfallene, leerstehende oder nicht mehr genutzte Gebäude. Auch Mobilitätskonzepte, wie z. B. das „BAXI“ sollen über die Grenzen des Landkreises Tirschenreuth hinaus weiter ausgebaut werden – hierfür benötige man aber ebenso staatliche Zuschüsse.

Als wichtigen Punkt betrachtete Gerhard Ludwig auch die „Gesundheitsregion Nordoberpfalz“ als touristisches Zugpferd. Hier müsse man aber, so Florian Preisinger, erst noch genauer definieren, was denn die Gesundheitsregion genau bedeuten solle. Sind es die Kurorte, wie z. B. das Sibyllenbad, die zahlreichen Rad- und Wanderwege oder die medizinische Versorgung für die Bürger in der Region? Auch hier will der Wirtschaftsclub noch klare Definitionen schaffen und diese in ihrem Bild manifestieren, das sich derzeit noch im Rohkonzept befände. Die Ansage des Wirtschaftsclubs macht auf jeden Fall neugierig: „Ihr werdet staunen“, so Christian Fröhlich.