Landkreis Tirschenreuth
A+
Ao
A-
b

Im Gewerbegebiet Neuhaus/Windischeschenbach, direkt an der Autobahn, entsteht eine neue
Atemschutzübungsanlage für die Landkreise Tirschenreuth und Neustadt sowie die Stadt Weiden.

Landrat Wolfgang Lippert (sechster von links) mit Vertretern des Kreisausschusses vor der Übungsstrecke. Durch die „Käfiganlage“ im Hintergrund mit verschiedenen Barrieren müssen sich die Atemschutzträger bewegen.

Im Rahmen einer Kreisausschusssitzung am 09.05.2016 besichtigten nun die Gremiumsmitglieder die fast fertige Übungseinrichtung in Neuhaus. Demnächst werden dort etwa 1.600 Atemschutzträger unter realistischen Bedingungen regelmäßig üben. Im Landkreis Tirschenreuth gibt es derzeit 558 Atemschutzträger.  

Aus dem Landkreis Tirschenreuth werden langfristig nur die Feuerwehren aus Waldershof und Poppenreuth die Übungsanlage in Neuhaus nicht benutzen. Diese Feuerwehren wollen wie bisher wegen der kürzeren Wege und der damit verbundenen Kosteneinsparung die Anlage in Marktredwitz nutzen. Die einzelnen Räume der Übungsanlage wurden von Herrn Lotter vom Landratsamt Neustadt/WN und vom Kreisbrandmeister Weidner aus Windischeschenbach erklärt. Mit dabei war auch der Kreisbrandrat des Landkreises Tirschenreuth.  

Im ersten Raum müssen die Feuerwehrler in kompletter Atemschutzmontur an mehreren Trainingsgeräten ihre körperliche Fitness beweisen. Dann geht es in einen komplett verdunkelten oder auch zusätzlich noch verqualmten Raum auf die eigentliche Übungsstrecke. Dabei sollen verschiedene Schikanen, wie z. B. eine heiße Tür, Rollen im Boden, flackernde Lichter, Kriechtunnel und verschiedene Bodenunebenheiten mögliche Szenarien in einem unbekannten brennenden Gebäude möglichst realistisch simulieren. Der in der Übungsstrecke befindliche Trupp aus zwei Atemschutzträgern wird dabei vom Ausbilder in einem Kontrollraum vollständig kameraüberwacht.  

Die Kreisausschussmitglieder konnten sich von einem gelungenen Beispiel einer interkommunalen Zusammenarbeit überzeugen.   Die Übungsanlage kostet etwa 155.000 €. An Zuschuss wird etwa 90.000 € erwartet. Die Restkosten teilen sich auf die drei Kommunen auf. Offiziell soll die Atemschutzübungsanlage im Juli eingeweiht werden. Zunächst werden die jeweiligen Ausbilder eingewiesen und geschult; anschließend können dann die ersten Übungen der Feuerwehren eingeplant werden.