Landkreis Tirschenreuth
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Jugendamtsleiter Albert Müller wechselt ab Mitte Oktober in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Als Nachfolger steht bereits Emil Slany fest. Als Dankeschön für seine Tätigkeit erhielt Müller eine Handvoll Dollar von Landrat Lippert - Startkapital für die geplante USA-Reise.

Fast 24 Jahre lang leitete Albert Müller (Mitte) das Jugendamt am Landratsamt Tirschenreuth, ehe er jetzt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet wurde. Sein Nachfolger wurde Emil Slany (2. von rechts). Dazu gratulierten (von links) Personalratsvorsitzender Max Bindl, Landrat Wolfgang Lippert und Personalchef Walter Brucker

Eine Ära am Landratsamt ging zu Ende. Nach Abbau von Urlaubstagen und Überstunden geht der 63-jährige Jugendamtsleiter Albert Müller ab 18. Oktober dieses Jahres in der Freistellungsphase (Altersteilzeit). Er wird nur noch wenige Tage im Amt sein. Offiziell verabschiedet wurde er am Dienstag. Als Abschiedsgeschenk gab es von Landrat Wolfgang Lippert einen Bündel Dollar (100 Dollar) für eine Reise in die Vereinigten Staaten. Nachfolger als Jugendamtsleiter wurde der 57-jährige Waldsassener Emil Slany, der bereits seit 1994 im Kreisjugendamt Erfahrungen sammeln konnte und bislang Stellvertreter von Albert Müller war. Landrat Wolfgang Lippert sagte, „heute ist ein ganz besonderer und wichtiger Termin, wenn entscheidende Weichen am Landratsamt neu gestellt werden“. Der Landrat stellte kurz das Jugendamt vor, das mit 33 Mitarbeitern eines der größten Sachgebiete am Landratsamt stellt. Für die Leitung ist sehr viel Führungsarbeit erforderlich, gerade auch mit Blick auf die vielfältigen Aufgaben der Behörde. „Albert Müller hat die Aufgaben als Führungskraft immer kompetent erfüllt. Kurzum, er hatte seinen Laden im Griff“, sagte der Landrat. Dabei musste er stets eine Fülle von Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Blick haben. Die letzte Hauptaufgabe galt der Begleitung der unbegleiteten Flüchtlinge. All seine Aufgaben und die oft nicht immer einfachen Situationen hat er mit Bravour und mit viel Ruhe und Augenmaß geleistet.

Der Landrat dankte Müller, dass er ihn immer regelmäßig und zuverlässig informiert hat. „Unsere Zusammenarbeit war einfach hervorragend“. Der Landrat lobte die Menschenkenntnis Müllers, seine Fachkompetenz und sein hervorragendes rechtliches Verständnis. Sicher einer der schwierigsten Aufgaben war der Fall „Lea“, ohne dass der Landrat näher darauf eingehen wollte. „Aber sie haben diese Situation professionell gemeistert, mi Ruhe und vor allem viel Sachverstand“. Abschließend wünschte der Landrat dem künftigen Pensionär viel Zeit für seine Hobbys, dazu gehören auch das Holzmachen und die Verwirklichung seines Traums, eine Reise in die USA. Den ersten Bündel Dollars gab es gleich mit dazu. Albert Müller war seit 1977 am Landratsamt Tirschenreuth beschäftigt, nur drei Jahre unterbrochen vom Landratsamt Fürstenfeldbruck, wo er von 1980 bis 1983 abgeordnet war. Seit 1992 war er Leiter der Kreisjugendamtes. Albert Müller freute sich über die lobenden Worte der Wertschätzung.

Gleichzeitig räumte er ein, dass die Arbeit am Jugendamt nicht immer leicht war, sondern oft auch belastend gewesen sei. „Ich habe mich immer für das Wohl des Kindes und der Familien eingesetzt. Ich wollte immer für sie etwas erreichen“, sagte Müller. Als seine letzte Herausforderung bezeichnete er die Begleitung der minderjährigen Flüchtlinge. „Wir haben das Beste daraus gemacht“, sagte er. Sein Dank galt seinem Team, seiner Mannschaft, „wir haben immer gut zusammengearbeitet“. Ausdrücklich freute er sich, dass Emil Slany sein Nachfolger wird. „Er ist der richtige Mann für dieses Amt“. Dank galt Regierungssoberrätin Regina Kestel für ihren juristischen Beistand, „sie hat mich immer gut beraten“. Dank galt auch Landrat Wolfgang Lippert, dessen Humor es ihm besonders angetan hatte. Müller erinnerte abschließend daran, dass sich die Mannschaft im Jugendamt im vergangenen Vierteljahrhundert verdreifacht hat. Als Nachfolger an der Spitze des Jugendamtes installierte Landrat Wolfgang Lippert den gebürtigen Karlsbader Emil Slany, der seit 1994 im Jugendamt des Landkreises arbeitet und zuletzt Stellvertreter von Albert Müller war.

Der Landrat zeigte sich überzeugt, dass der richtige Mann am richtigen Platz ist. Viel Erfahrung sammelte Slany bei der Einrichtung von Kindertagesplätzen im Landkreis. Der Landrat freute sich über einen nahtlosen Übergang. „Ich wünsche ihnen einen guten Start“, sagte der Landrat. Zwar wird Slany ab sofort die Sachgebietsleitung übernehmen, offizieller Start ist aber erst ab dem 18. Oktober dieses Jahres. Emil Slany dankte für die Vorschusslorbeeren. Personalratsvorsitzender Max Bindl dankte Albert Müller für ein stets kollegiales Zusammenarbeiten. Für den Ruhestand wünschte er dem künftigen Pensionär alle Freiheiten und seinem Nachfolger alles Gute in seinem neuen Amt.