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Pressemeldung: Notbetreuung durch Kindertageseinrichtungen

Mit der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums von Gesundheit und Pflege vom 13.03.2020 wurde ein grundsätzliches Betretungsverbot in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege angeordnet. Dies gilt für die Betreuung von Kindern in Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorten und bei einer Tagesmutter/Tagesvater.

Eltern, welche in bestimmten Berufsgruppen tätig sind, können dennoch unter bestimmten Voraussetzungen eine Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Ausgenommen vom Betreuungsverbot sind Kinder, deren Eltern beruflich in sog. systemrelevanten Berufen tätig sind. Zwischenzeitlich wurde der Personenkreis der Berechtigten für die Notbetreuung erweitert:

  • Beschäftigung in der Gesundheitsversorgung oder Pflege
    u. a. Ärzte, Rettungsdienst, Krankenpfleger, usw.
    Ist ein Elternteil in der Gesundheitsversorgung oder in der Pflege tätig, besteht seit 23.03.2020 eine Berechtigung zur Notbetreuung des Kindes. Dies gilt unabhängig vom Beruf des anderen Elternteils.
  • Sonstige Bereiche der kritischen Infrastruktur
    Hierzu zählen beispielsweise Beschäftigungen, welche der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der öffentlichen Infrastrukturen wie Entsorgung oder Wasser, ÖPNV der Berichterstattung in den Medien oder der Lebensmittelversorgung dienen. Sind beide Elternteile in diesen Branchen beschäftigt und steht keine andere Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung, wird eine Notbetreuung angeboten. Gleiches gilt für Alleinerziehende.

Um eine Notbetreuung in Anspruch nehmen zu können, ist es erforderlich, dass das Kind keine Krankheitssymptome aufweist. Außerdem darf das Kind in den letzten 14 Tagen nicht in Kontakt mit einer infizierten Person gewesen sein oder sich in einem nach dem Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben.

Die Notbetreuung ist über die Kindertageseinrichtungen oder die Kindertagespflegestellen, in denen bereits eine Kindertagesbetreuung gebucht wurde, für die üblich vereinbarten Betreuungszeiten abzusprechen. Sollte eine Kontaktaufnahme nicht möglich sein, kann das Jugendamt verständigt werden. Die Betreuung in einer anderen Kindertageseinrichtung ist derzeit nicht vorgesehen.

Alle Kindertageseinrichtungen sind verpflichtet, eine Notbetreuung einzurichten. Wird eine Kindertageseinrichtung aufgrund von Erkrankungen oder Verdachtsfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus durch das Gesundheitsamt geschlossen, kann für einen begrenzten Zeitraum keine Notbetreuung angeboten werden. Eventuell geplante Schließzeiten in den Osterferien sollen verschoben werden, um eine Ferienbetreuung zu ermöglichen.

Sinn und Zweck des Betreuungsverbotes ist die Reduzierung von sozialen Kontakten und damit die Verringerung des Infektionsrisikos. Auf anderweitige private Betreuungsformen außerhalb von Notbetreuungen in Kindertageseinrichtungen und außerhalb des eigenen Haushalts ist zu verzichten. Vielmehr empfehlen wir Eltern, welche nicht in der sog. kritischen Infrastruktur beschäftigt sind, zusammen mit dem Arbeitgeber Lösungen für die Kinderbetreuung zu finden.

Bei Fragen zur Notbetreuung steht das Kreisjugendamt Tirschenreuth, Frau Doris Strötz, Tel. 09631/88-497 oder doris.stroetz(at)tirschenreuth.de und Frau Sabine Rahm, Tel. 09631/88-424 bzw. sabine.rahm(at)tirschenreuth.de gerne zur Verfügung.

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