Landkreis Tirschenreuth
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In einer großen Halle im Gewerbegebiet Neuhaus laufen derzeit Umbauarbeiten für eine neue Katastrophenschutz-Einsatzzentrale des Landkreises Neustadt/WN. Ein Teilbereich der Halle dient jedoch einem ganz besonderen Zweck: Hier entsteht seit Oktober die gemeinsame Atemschutzübungsanlage der Landkreise Tirschenreuth, Neustadt a.d. Waldnaab und der Stadt Weiden Kreisbrandrat Richard Meier und Landrat Andreas Meier führten Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Landrat Wolfgang Lippert durch die fast fertig gestellte gemeinsame Übungsanlage. Demnächst werden dort die etwa 1600 Atemschutzträger der Feuerwehren aus den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt/WN sowie der Stadt Weiden unter äußerst realistischen Bedingungen ihre regelmäßigen Übungen absolvieren.

Landrat Wolfgang Lippert, Landrat Andreas Meier, Kreisbrandrat Richard Meier und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (v.l.)

Im ersten Raum müssen die Feuerwehrler in ihrer kompletten schweren Atemschutz-Montur ihre körperliche Fitness auf Trainingsgeräten wie einer „Endlosleiter“ oder einem Laufband unter Beweis stellen. Anschließend geht’s in einen dann komplett verdunkelten und verqualmten Raum auf die tatsächlichen Übungsstrecke: Schikanen wie eine „heiße Tür“, Rollen im Boden, Hitzestrahler, flackernde Lichter, Kriechtunnel und vieles mehr sollen realistisch die möglichen Szenarien in einem unbekannten brennenden Gebäude simulieren. Der aus zwei Personen bestehende „Trupp“ wird dabei laufend durch einen Ausbilder im Kontrollraum kameraüberwacht.  

Lippert und Seggewiß zeigten sich begeistert von den Trainingsmöglichkeiten und nannten die Anlage ein gelungenes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit. Die Anschaffungskosten der Anlage einschließlich der Lüftung liegen mit etwa 155.000 Euro deutlich unter den zunächst geschätzten 180.000 Euro. Durch die gemeinsame Anlage können die Fördermöglichkeiten optimal ausgeschöpft werden. Es ist ein Zuschuss von 90.000 Euro zu erwarten. Die Restkosten teilen sich Neustadt/WN, Weiden und Tirschenreuth. Hinzu kommen die laufende Hallenmiete und die Wartungskosten.  

Die offizielle Einweihung der Atemschutzübungsanlage findet im Juli statt. Danach werden zuerst die Ausbilder selbst geschult und anschließend sind bereits die ersten Übungen der Feuerwehren fest eingeplant.