Landkreis Tirschenreuth
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Acht Bürger aus dem Landkreis Tirschenreuth haben am Donnerstag in Regensburg die Pflegemedaille erhalten. Sie alle kümmern sich aufopferungs- und liebevoll um pflegebedürftige Angehörige.

Regensburg/Tirschenreuth. (gib) Irmgard Brandl aus Mitterteich betreut ihren pflegebedürftigen Sohn Arthur seit seiner Geburt 1961 "mit großer Hingabe und Liebe", wie Regierungspräsident Axel Bartelt bei der Ehrung im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz betonte. "Sie praktizieren mit Ihrem täglichen Dienst die Grundwerte unserer Gesellschaft in der eigenen Familie." Pflege sei nicht an feste Zeiten gebunden.

"Liebevoll und mit großem persönlichem Engagement pflegen Sie gemeinsam seit 20 Jahren Ihre Tochter Sandra", richtete sich Bartelt an das Ehepaar Irene und Josef Fischer aus Mähring. "Ihr unermüdlicher Einsatz ermöglicht es, dass Ihre Tochter in ihrer gewohnten häuslichen und familiären Umgebung bleiben kann." Das Ehepaar stelle seine eigenen Bedürfnisse zurück und habe sicher in all den Jahren auf viele Annehmlichkeiten verzichten müssen. Seit vielen Jahren pflegt Isolde Knösch aus Mitterteich ihren Sohn Alexander.

Sie kümmere sich "mit großer Hingabe und Verantwortung", sagte Bartelt. "Durch die Unterstützung Ihres Sohnes bei sämtlichen wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens haben Sie sich in besonderem Maße verdient gemacht." Rosa Mihlan aus Mitterteich ermöglicht ihrem Sohn Matthias den Verbleib im familiären Umfeld, indem sie ihn selbst seit vielen Jahren pflegt. Bartelt hob Mihlans "großartige und aufopferungsvolle Pflegeleistung" hervor. Gerade in einer Zeit, in der die familiäre Geschlossenheit wieder zunehmend an Bedeutung gewinne, sei dieses Engagement sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Gemeinschaft von unschätzbarem Wert. Gemeinsam betreuen Erna und Engelbert Weis aus Falkenberg ihre Tochter Anette, die seit ihrer Geburt im Jahr 1966 auf Hilfe angewiesen ist.

"Sie haben die Entscheidung getroffen, Ihre Tochter in der häuslichen Umgebung zu behalten", sagte Bartelt in seiner Laudatio. "Das verdient Respekt und Anerkennung und ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich." Seit fast 20 Jahren betreut Karin Zintl ihren pflegebedürftigen Sohn Christian "mit herausragendem Engagement, großer Hingabe und viel Liebe", wie der Regierungspräsident sagte. "Sie stellen sich dieser enormen Aufgabe vorbehaltlos und stoßen in der täglichen Betreuung sicher oftmals an die Grenze der Belastbarkeit."

Diese langjährige Leistung sei ein Beispiel für die nachwachsende Generation, sich uneigennützig zu engagieren. Bei der Pflege komme es auf Einfühlungsvermögen und grenzenloses Verständnis an, sagte der Regierungspräsident. Die eigenen Bedürfnisse müssten zurückgestellt werden. Seit 1993 ehrt das bayerische Sozialministerium Bürger, die sich besondere Verdienste in der Pflege behinderter und alter Menschen erworben haben, mit der Pflegemedaille.

Quelle: onetz.de