Landkreis Tirschenreuth
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Auf Einladung der Seniorenfachstelle des Landkreises und des Kreisseniorenbeauftragten Ludwig Spreitzer besichtigten die Seniorenbeauftragten der Städte, Märkte und Gemeinden das Senioren-Servicehaus in Neusorg.

Die Seniorenbeauftragten waren natürlich auch nach Neusorg gekommen, um das Senioren-Servicehaus näher kennenzulernen und sich über die Angebote zu informieren. Einrichtungsleitung Tina Ahrendt stellte den Senioren die beiden Wohnformen vor, zum einem das PflegeWohnen und zum anderen das ResidenzWohnen. Im Pflegewohnen wird das sogenannte „Hausgemeinschaftsmodell“ umgesetzt, Pflege und Betreuung richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der Bewohner. Um eine familiäre und angenehme Atmosphäre zu schaffen, ist das Haus in kleine überschaubare Wohngruppen aufgeteilt. Die stationäre Versorgung mit Pflege und Betreuung wird rund um die Uhr gewährleistet. Das ResidenzWohnen befindet sich in einem separaten Bereich des Gebäudekomplexes mit 14 geräumigen behindertengerechten Wohnungen, ausgestattet mit einem gemütlichen Wohnbereich, einem Schlafzimmer und einer Küche sowie einer Nasszelle. Die Bewohner haben so die Möglichkeit ihren Lebensalltag selbständig zu gestalten. Bei einem abschließenden Rundgang durch die Räumlichkeiten konnten sich die Seniorenbeauftragten selbst ein Bild vom gemeinsamen Alltagsleben im Heim machen.

Bei Kaffee und Kuchen referierte im Vorfeld Evelin Schrems, Pflegeberaterin der AOK Tirschenreuth, zum Thema „ Pflegestärkungsgesetz 2“, das ab 01.01.2017 in Kraft tritt. Die Leistungen von drei Pflegestufen ändern sich in fünf Pflegegraden. Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff mit fünf Pflegegraden ermöglicht eine individuelle Einstufung mit passgenaueren Leistungen in der Pflege. Bewertet werden sechs Module, diese setzen sich wie folgt zusammen: Mobilität, Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen und Gestaltung des Alltagsleben und sozialer Kontakte. Pflegeberaterin Evelin Schrems machte auch deutlich, dass kein bisheriger Leistungsbezieher durch die Reform schlechter gestellt wird.  Maßgeblich für die Begutachtung ist immer der Zeitpunkt der Antragstellung. Alle Anträge die 2016 gestellt werden, sind nach altem Recht zu begutachten.