Landkreis Tirschenreuth
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Polizeipräsident Georg Mahlmeister und Landrat Wolfgang Lippert sind sich einig: "Im Landkreis lässt es sich gut und sicher leben." In nahezu allen Bereichen waren Rückgänge zu verzeichnen. Die Verantwortlichen der Polizei legten die aktuellen Zahlen für den Landkreis Tirschenreuth im Rahmen eines Sicherheitsgesprächs vor.

Die Verantwortlichen der Polizei legten jetzt die Zahlen für den Landkreis Tirschenreuth im Sicherheitsgespräch am Landratsamt Tirschenreuth vor. In nahezu allen Bereichen gab es Rückgänge. Mit dabei waren (von links) Martin Roth, Werner Ochantel, Reinhold Schreyer und Michale Liegl, sowie (von rechts) Walter Brucker (Landratsamt), Christian Kiener, Hermann Weiß, Thomas Bauer, Bernhard Gleißner, Polizeipräsident Gerold Mahlmeister, Landrat Wolfgang Lippert und Regina Kestel (Landratsamt).

So sanken im vergangenen Jahr die Gesamtstrafen im Landkreis um 4,6 Prozent auf 2454 Fälle. Die Ausklärungsquote lag bei 73,3 Prozent. Sorgen bereiten der Polizei die Einbruchsdiebstähle. Erfreulich, die vielen Flüchtlinge und Asylbewerber haben keinerlei Einfluss auf die Statistik. „Sie sind nicht auffälliger als ihre deutschen Landsleute“, stellte Landrat Wolfgang Lippert zufrieden fest. Landrat Wolfgang Lippert nannte es erfreulich, dass im Bereich der Delikte ein weiterer Rückgang zu verzeichnen sei.

Es ist dies der niedrigste Stand der vergangenen zehn Jahre. Den jeweils niedrigsten Stand seit zehn Jahren gibt es in den Bereichen Straßenkriminalität und Diebstahlskriminalität. Obwohl die Wohnungseinbrüche die Bevölkerung beunruhigen, haben sich die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert. Ganze 22 Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr im Landkreis gemeldet. Dennoch riet der Landrat, sich von der Polizei informieren zu lassen, zwecks Sicherungsmaßnahmen am eigenen Heim. Kriminalhauptkommissar Dieter Melzner (PI Weiden) gibt gerne Tipps und Ratschläge. Auf gleichbleibend hohem Niveau ist die Rauschgiftkriminalität mit 280 Fällen in 2015. Landrat Wolfgang Lippert dazu: "Wir sind ein Transit-Landkreis, wo Hehler und Süchtige eben öfters aufgegriffen werden, die aber nicht unbedingt in der Region zuhause sind“. Auffallend dagegen ist die Vielzahl der Wildunfälle. Der Landrat dankte abschließend den Polizeibehörden für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und für die Präsenz vor Ort. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister gab das Lob gerne zurück und berichtete von einem guten Miteinander mit dem Landratsamt. Der Rückgang der Delikte sei oberpfalzweit zu betrachten, auch hier sanken die Delikte um 3,6 Prozent.

Im Oberpfalzvergleich ist das Leben im Landkreis Tirschenreuth sicher. Die Einbruchsserie der vergangenen Monate bereitet ihm zwar Kopferzerbrechen, im vergangenen Jahr gab es 22 gemeldete Wohnungseinbrüche, doch ist dies im Vergleich zu anderen Gegenden noch eine relativ niedrige Zahl. Mahlmeister betonte, dass die Polizei sehr wohl ein Hauptaugenmerk auf diese Delikte legt. „Dennoch, wir sind hier auf die Mithilfe der Mitbürger angewiesen. Auffälligkeiten einfach unter der Nummer 110 melden. Wachsame Nachbarn sind die besten Aufpasser, die auffällig parkende Autos oder fremde Menschen melden“. Weiter seien Sicherungsmaßnahmen an Heim und Gut sicher kein Fehler. Bezüglich Rauschgiftkriminalität gab es im vergangenen Jahr im Landkreis 280 Delikte und damit gleichbleibend wie ein Jahr zuvor. Aufgeflogen sind 2,6 Kilogramm Crystal Meth und 1,8 Kilogramm Marihuana.

Mahlmeister berichtete, dass sich die gemeinsamen Streifen der Polizei und der Bundespolizei bewährt haben. „Wir haben da ein sehr gutes Miteinander und sind da erfolgreich unterwegs“. Polizeivizepräsident Michael Liegl beleuchtete die Verkehrslage im Landkreis. Im vergangenen Jahr gab es 137 mehr gemeldete Verkehrsunfälle auf 2044 registrierte Unfälle. Dies bedeutet einen Anstieg von 7,18 Prozent. Die Zahl der Personenschäden blieb konstant. Bei 241 Unfällen gab es 331 verletzte Personen. Zum Vergleich, 2006 waren es noch 401 Verletzte. Allerdings gab es im vergangenen Jahr auch sechs Verkehrstote zu beklagen. Enorm zugenommen haben die Wildunfälle. So war zu erfahren, dass 42 Prozent aller Unfälle mit Wild zu tun haben. Hauptursachen sind vor allem Wildschweine. Weiter rückläufig sind die Unfälle mit Alkohol. Gab es 2014 noch 28 Unfälle zu beklagen, so waren es im vergangenen Jahr noch zwanzig Unfälle. Der Rückgang an Alkoholunfällen hält jetzt schon seit Jahren an und ist ein Zeichen des verstärkten Kontrolldrucks durch die Polizei. Zum Vergleich, noch vor zehn Jahren gab es 35 Prozent mehr Unfälle infolge Alkoholgenusses.

Landrat Wolfgang Lippert flochte ein, „auch das neueingeführte „Der mim board“ hat sich bewährt. Zu den Großveranstaltungen im Landkreis sind oft bis zu zwölf Busse unterwegs, die die Leute hin- und wieder heimbringen. Rückläufig sind auch die Unfälle infolge hoher Geschwindigkeit, hier gab es 12 Prozent als im Vorjahr. Angesichts der bereits angelaufenen Biker-Saison, warnte Liegl eindringlich vor zu hoher Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr gab es im Landkreis 23 Motorradunfälle mit einer getöteten Person. Weiter auf niedrigstem Niveau bewegt sich die Zahl der Schulwegunfälle mit nur einem Unfall und einer verletzten Schülerin. Erster Polizeihauptkommissar Werner Ochantel (VPI Weiden) berichtete von Sanierungen in Straßenabschnitten auf der A93. Ziel sei es, die Autobahn sicherer zu machen.“Wir erhöhen damit die Verkehrssicherheit auf der A93“.