Landkreis Tirschenreuth
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Der Startschuss  zur CO2-Fastenaktion wurde eine Woche vor dem eigentlichen Beginn mit dem offiziellen Auftakt im Landkreis Tirschenreuth gegeben. Dazu empfingen Landrat Wolfgang Lippert und Klimaschutzkoordinatorin Dr. Susanne Stangl auch Herrn Dr. Peter Pluschke, Umweltreferent der Stadt Nürnberg, als Vertreter der Metropolregion Nürnberg und des Forums „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ im Landratsamt.

Wolfgang Lippert ist auch bei der Fastenaktion mit von der Partie: Ab sofort wird er so oft es geht für die Dienstfahrten das Elektroauto nutzen.

Die Übergabe des Staffelstabes an Dr. Peter Pluschke (links im Bild), Metropolregion Nürnberg am Ende der Auftaktveranstaltung, bei der neben den Gastgebern Landrat Wolfgang Lippert (Mitte), Dr. Susanne Stangl (3. v. l.) und Christian Kropf (2. v. l.) auch Jessika Wöhrl-Neuber, Leiterin des Familienzentrum Mittendrin in Kemnath (2. v. r.) und Kreisrat Franz Heinrich (rechts) mit dabei waren.

Landrat Lippert drückte bei der Begrüßung seine Freude aus, dass der Auftakt der CO2-Fastenaktion im Landkreis Tirschenreuth stattfindet und bezeichnete die Aktion als wichtigen Anstoß für alle Bürger, beim CO2-Sparen mitzumachen. Jeder persönliche Beitrag ist ein wichtiger Mosaikstein beim Klimaschutz. Als Sprecher des Forums „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ verwies Herr Dr. Pluschke zunächst kurz auf den Klimapakt der Metropolregion, der 2012 erstmals beschlossen und 2017 erneuert worden ist. Mit dem Klimapakt versucht die Region mit Hilfe aller zugehörigen Gebietskörperschaften die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaschutzziele zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2° C umzusetzen. Er drückte seine Freude über die Aktivitäten des Initiativkreises der „Klimaschutzmanager“ der Metropolregion aus und den Erfolg, den die CO2-Fastenstaffel bereits im letzten Jahr hatte, als die Aktion als Selbstversuch der Klimaschutzmanagerinnen und -Manager an den Start ging.

Um was es bei der Fastenaktion geht, über Ablauf, Beteiligte und geplante Aktionen, darüber gab Frau Dr. Stangl einen kurzen Überblick. Im Unterschied zum letzten Jahr versucht diesmal jede Region vor Ort Mitfastende zu werben, die sich eigene Fastenziele setzen. Gemeinsam gehen alle am 14.02. an den Start und berichten wie bei einem Staffellauf im Wechsel über ihre Erfahrungen und Erfolge im eigens dafür eingerichteten Blog (https://co2fasten.wordpress.com).

Im Landkreis Tirschenreuth konnten bereits die Ökomodellregion Steinwald und das Familienzentrum Mittendrin der Stadt Kemnath für die Aktion gewonnen werden. Jessika Wöhrl-Neuber, Leiterin des Familienzentrums Mittendrin, war beim Auftakt persönlich mit dabei und beeindruckte die Anwesenden mit dem breiten Angebot der Einrichtung, das insgesamt auf Nachhaltigkeit und Inklusion ausgerichtet ist. „Wir kaufen regional ein und verwenden Fair-Trade-Produkte“, so Frau Wöhrl-Neuber. Besonders freut es sie auch, dass seit Oktober letzten Jahres das Zentrum mit dem von Herrn Joachim Lamm betreuten Reparaturcafé  einen weiteren Magneten aufzuweisen hat. Im Landkreis ist dies nun neben dem in Waldershof das zweite. „Unser großes Anliegen und ein Ziel für die Fastenaktion ist es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und für das Schonen von Ressourcen noch mehr in die Region hinaus zu tragen.“

Frau Dr. Stangl ging noch auf das vielfältige Angebot von Veranstaltungen zu den verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen ein, die während der Fastenaktion in den Gebietskörperschaften der Metropolregion stattfinden werden. Hier im Landkreis ist besonders auf mehrere Veranstaltungen im KUBZ Waldsassen hinzuweisen, darunter auch der Workshop „Fasten – mal anders: (Wie) kann  man in Deutschland klimaverträglich leben?“ (02.03.2018)  sowie auf das Angebot der vhs, hier z.B. der Vortrag von Herrn Rösch, etz Nordoberpfalz, „Welche Heizsysteme sind zeitgemäß?“ (21.03.2018). Die Anwesenden waren sichtlich beeindruckt von der breiten Palette an Ideen und Möglichkeiten, die sich zum Mitfasten bieten.

Wolfgang Lippert zögerte nicht und erklärte zum Abschluss, selbst bei der Fastenaktion mitwirken zu wollen:
Ab sofort wird er so oft es geht für die Dienstfahrten das Elektroauto nutzen.

Zum Abschied übergab Koordinatorin Dr. Susanne Stangl symbolisch den Staffelstab der Fastenaktion an Herrn Dr. Pluschke, der damit die Aktion in die gesamte Metropolregion trägt und ab Aschermittwoch  ins Laufen bringt.