Landkreis Tirschenreuth
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Der Landkreis und die Volkshochschule als Kooperationspartner ziehen zum Schluss der der Wanderausstellung Elektromobilität und ihren Begleitveranstaltungen ein positives Fazit. Eine wichtige Botschaft, die im Rahmen der Wanderausstellung an die Besucher weitergegeben wurde, war, dass Elektromobilität eine Hauptkomponente der Verkehrswende und deren Gelingen wiederum  ein wichtiger Baustein der Klimaschutzbestrebungen der Bundesregierung sowie auch hier in der Region sein wird.

Auftakt am 9. April  

„Gerade bei uns im ländlichen Raum kann eine nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität einen wichtigen Beitrag zum Einsparen von Treibhausemissionen leisten“, so stellvertretender Landrat Dr. Scheidler bei der offiziellen Eröffnung, die mit einer Führung durch die Ausstellung, einen Impulsvortrag und eine Podiumsdiskussion abgerundet wurde. Herr Dr. Weißmann von Bayern Innovativ machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Mobilität der Zukunft zu neuen Routinen und Gewohnheiten führen wird. Er zeigte mit schlüssigen Beispielen die Vorteile der neuen Mobilität auf, die weit über eine bessere Ökobilanz hinausreichen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion konnte Herr Finzel als Geschäftsführer des Forum Verkehr und Planung der Metropolregion Nürnberg zudem einen kurzen Ausblick darauf geben, was der Mobilitätswandel alles mit sich bringen wird und wie wir ihn in der Region gemeinsam gestalten können.

 

Fachvorträge als Begleitveranstaltungen

In insgesamt vier Abendveranstaltungen wurden die eher technischen Informationen der Ausstellung mit praktischen Tipps und Erfahrungen zur Mobilität von morgen ergänzt. So berichteten Herr Rösch vom etz Nordoberpfalz und Herr Korb von ip3 Ingenieure mit Partner in zwei Vorträgen über den Stand der Elektromobilität heute, der Nutzung von eigenerzeugtem Strom für das Laden, den dazu notwendigen technischen Voraussetzungen sowie von der Wirtschaftlichkeit der E-Fahrzeuge, der staatlichen Förderung der E-Mobilität und der breiten Palette von Fahrzeugmarken und –typen mit ihren Reichweiten, die heute auf dem Markt sind. Frau Politzka und Herr Martin als Vertreter der Landkreise Regensburg und Bamberg informierten gemeinsam über die dort bereits laufenden E-Carsharing-Modelle, über die Voraussetzungen und Vorplanungen, die technische und organisatorische Umsetzung sowie die Erfahrungen aus der Praxis. Beide Modelle werden sehr gut angenommen und zeigen, dass Carsharing eine gute und nachhaltige Alternative gerade in ländlichen Regionen sein kann, wenn Landkreis und Kommunen gemeinsam aktiv werden, ein attraktives Angebot bereitstellen und in der Anlaufphase bereit sind, einen Teil der Kosten mitzutragen. Dass E-Mobilität für viele bereits heute Alltag und mittlerweile ein überschaubares Abenteuer ist, darüber wusste Herr Wegmann in seinem Vortrag sehr unterhaltsam zu berichten. Ausschlaggebend für ihn, Vorstand des Solarfördervereins SAMOS e.V. in Regensburg, war die mit einem Arbeitsplatzwechsel verbundene tägliche Wegstrecke, die er lieber umweltfreundlich zurücklegen wollte. Genauso wichtig ist ihm aber die Unabhängigkeit vom Rohstoff Öl, der häufig in Konfliktregionen gewonnen wird. Auch, so ein weiterer Aspekt seiner Überlegungen, in der Gesamtökobilanz schneiden Fahrzeuge mit Elektroantrieb inklusive Batterie deutlich besser ab als Autos mit Verbrennungsmotoren, selbst wenn man den heutigen Strommix zugrunde legt.  Wer sich mehr mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen will, dem empfiehlt er, die regelmäßigen E-Mobil-Café-Treffen zu besuchen (https://www.samos-ev.de/emobilcafe-2018-termine/)

 

Beteiligung an der Gewerbeschau

Auch bei der Gewerbeschau am 22. April rund ums Kettelerhaus war das Thema Elektromobilität präsent. So informierten die Stadtwerke Tirschenreuth und N-ERGIE als Mitglieder des Ladeverbundes Franken plus über Technik und Ausbau der Ladeinfrastruktur, die beteiligten Autohäuser waren mit Elektrofahrzeugen zum Anschauen und Ausprobieren vor Ort, das etz Nordoberpfalz und das Regionalmanagement  standen mit Informationen rund ums Thema Elektromobilität, Erneuerbare Energien und Effizienz bereit, während die Kreisräte Heidrun Schelzke-Deubzer, Marco Vollath und Franz Heinrich die geöffnete Wanderausstellung betreuten sowie interessierten Besucher Auskunft über ihre Erfahrungen als E-Mobilisten geben konnten.

 

Schulklassen zu Besuch

Sehr erfreulich war schließlich der Besuch der Wanderausstellung von insgesamt 9 Schulklassen des Stiftland-Gymnasiums und der Mittelschule Tirschenreuth, der den Schülern einen guten Einstieg in die Thematik ermöglichte.  Auch hier gilt Herrn Heinrich besonderer Dank, der sich federführend für die Realisierung der Schülerbesuche einsetzte.

 

Fazit: Wanderausstellung wichtiger Impuls

Auch wenn die Bevölkerung dem Thema noch mit eher verhaltenem Interesse gegenüber steht, war die Wanderausstellung mit ihren Begleitveranstaltungen ein wichtiger weiterer Impuls für die Mobilitätswende in der Region, an dem nun angeknüpft werden soll.