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Biodiversität - Bienenfreundliche Gärten anlegen!

Blumen im Garten - Bienen im Garten!

(Textauszug aus dem Merkblatt:: https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/blumen_im_garten__bienen_im_garten-druckversion.pdf)

Ein Garten ist ein vom Menschen gestaltetes Stück Natur, jeder freut sich über blühende Blumen und das reifende Obst. Der Gartenbesitzer pflanzt, sät und pflegt, aber trotz Fleiß und Ausdauer kann er nicht alles mit seinen eigenen Händen schaffen. Er braucht die Hilfe von Insekten, insbesondere die der Bienen, um im Sommer Erdbeeren und Kirschen, im Herbst Birnen, Pflaumen und Äpfel zu ernten.

Blütenbestäubung als Voraussetzung für Früchte und Samen

Wenn eine Pflanze Samen oder Früchte hervorbringen soll, müssen Blüten zuvor bestäubt werden:

*Blüten produzieren Nektar und ein Überangebot an Blütenstaub (Pollen), um damit Insekten anzulocken.

* Wenn Insekten Nektar saugen, streifen sie mit ihrem feinbehaarten Körper auch an den Staubbeuteln entlang und pudern sich mit Blütenstaub ein.

* Beim Besuch der nächsten Blüte wird die Biene an der Narbe, dem Empfangsorgan für Blütenstaub, vorbeistreifen, einige Pollenkörnchen bleiben hängen, die Befruchtung kann erfolgen. Übriger Blütenstaub wird zur Versorgung der Bienenbrut und der geschlüpften Bienen in den Bienenstock getragen.

* Bunte Blütenblätter und ein feiner Duft dienen dabei als Erkennungsmerkmal für die Blüten besuchenden Insekten.

Der Wert des Bienenfleißes Ein Bienenvolk verbraucht im Lauf eines Jahres etwa 35 kg Blütenstaub, daran kann man ermessen, wie umfangreich die Bestäubungsleistung der Bienen ist. Der Wert des Bienenfleißes lässt sich aber auch in anderen Zahlen ausdrücken:

*der durch Bienen ermöglichte Obstertrag übertrifft den geernteten Honig im Wert um das Zehnfache!

*Hinzu kommen der Wert der Bestäubung von Saatkulturen und Futterpflanzen und die Bestäubung von Wildpflanzen, die unsere blühende, bunte Natur ausmachen.

Die Bienen brauchen unsere Hilfe

In einem Frühjahr mit blühenden Obstbäumen und Wiesen können die Bienen reichlich Vorräte einlagern, oft so viel, dass der Imker den Überschuss als guten und gesunden Honig ernten kann. Die Bienen brauchen jedoch den ganzen Sommer über Nahrung, und daran mangelt es in vielen Bereichen unserer kultivierten Landschaft!

Besonders im Spätsommer ist eine ausreichende Versorgung wichtig, damit die Völker mit gut genährten Bienen in den langen und kalten Winter gehen können. Wer also den Fleiß der Bienen nutzen möchte, sollte den kleinen Sammlerinnen hilfreich entgegenkommen und in seinem Garten durch eine blütenreiche Bepflanzung für einen gleichmäßig gedeckten Tisch sorgen.

Bienenpflanzen: schön wenn alles summt!

Wer einen bienenfreundlichen Garten pflegt, wird immer einen abwechslungsreichen, blühenden Garten aufweisen können. Eine Auswahl von bunten, duftenden und schmückenden Blumen, Stauden und auch einigen Sträuchern soll Ihnen helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Eine wichtige Empfehlung für alle Bienenfreunde:

*nur ungefüllte Blüten bieten den für Bienen lebensnotwendigen Pollen, bei gefüllten Blüten dagegen ist nichts zu holen.  

Beispiele für wichtige Bienenfutterpflanzen

*Der Borretsch (Borago officinalis) ist als Küchen- und Würzkraut nicht nur Gartenfreunden ein Begriff. Während seiner langanhaltenden Blüte lockt er Bienen und andere Insekten scharenweise an.

*Der Purpurne Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine wichtige Gartenstaude und vor allem in den USA verbreitet. Doch auch bei uns ist sie inzwischen heimisch. Die Pflanze bevorzugt sonnig trockene Standorte.

*Am Herzgespann (Leonurus cardiaca) führt für Imker kein Weg vorbei. Das hochwachsende Kraut, das in der Kräuterkunde zur Herzstärkung empfohlen wird, gilt als eines der besten für jede Bienenweide.

*Der Bienenfreund (Phacelia tanatecifolia) sagt mit seinem Namen schon, dass er für Bienen eine erfreuliche Anlaufstelle bildet. Im Garten ist die einjährige Pflanze vor allem als wichtige Gründüngung bekannt.

*Der Dost (Origanum vulgare) ist den meisten Gärtnern unter dem Namen Oregano sehr viel geläufiger. Blüht das mehrjährige Kraut, wird es von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen förmlich umlagert.

*Kräuterkundler kennen den Ysop (Hyssopus officinalis) als altes Heil- und Würzkraut. Seine vielen kleinen Blüten in zahlreichen Blütenständen locken aber auch erfolgreich Insekten an.

*Die Becherpflanze (Silphium perfoliatum) wächst zu einer mächtigen Staude heran. Sie blüht im Spätsommer und ist im Garten am besten irgendwo im Hintergrund aufgehoben.

*Die ungefüllten Stockrosen (Alcea rosea) sind beliebte Bauerngartenstauden. Mit ihren großen Blüten ziehen sie neben Insekten auch noch zahlreiche Blicke an.

*Der Huflattich (Tussilago farfara) ist eine heimische Wildpflanze. Er gehört zu den Bienenpflanzen, die recht zeitig im Jahr blühen.

*Die Kamille (Matricaria recutita) blüht wild an vielen Feld- und Wegesrändern. Ihre Blüten dienen den Bienen zum Pollensammeln und uns Menschen als gesundheitsfördernder Tee.

*Der Efeu (Hedera helix) ist in seiner Altersform aufgrund der sehr späten Blüte und des reichlichen Blütenansatzes eine wichtige Futterquelle für den Herbst.    

Interessante links zum Thema "Bienenfreundliche Gärten"

Eine schöne Anleitung, wie man mit wenig Aufwand einen Bienengarten gestalten kann, findet man unter folgendem Link: https://www.karaenke.com/bienengarten/

.. zu finden auf der Homepage von Herrn Karänke aus Münster (Erlaubnis zur Verlinkung / Verwendung liegt vor)
 

Naturnaher angelegter klassischer Bauerngarten mit großer Pflanzenvielfalt - ein Paradies für alle Arten von Insekten und natürlich auch für unsere Bienen und Wildbienen.
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