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Volksbegehren „Artenvielfalt - Rettet die Bienen!"

Es geht um mehr als nur um die Bienen!

Oberpfälzer Kreisfachberater für Gartenkultur unterstützen das Volksbegehren „Artenvielfalt - Rettet die Bienen!"

Vom 31. Januar – 13. Februar 2019 wird das Volksbegehren „Artenvielfalt - Rettet die Bienen!“ durchgeführt. In diesem Zeitraum können sich Bürgerinnen und Bürger in ihren Rathäusern eintragen, wenn sie einen Volksentscheid über den Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes zugunsten der Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern herbeiführen möchten.

Text des Gesetzentwurfes:

https://volksbegehren-artenvielfalt.de/wp-content/uploads/2018/06/Antrag-auf-Zulassung-des-Volksbegehrens-Artenvielfalt.pdf

Die Oberpfälzer Kreisfachberater setzen sich seit langem dafür ein, die Gärten und die Kulturlandschaft in einem Zustand zu erhalten, der die Artenvielfalt schützt und fördert.

An der Natur interessierte Personen ahnen es schon lange aufgrund der eigenen Erfahrungen, andere sind durch die erschreckenden Berichte in den Medien darauf aufmerksam gemacht worden: 

Es verschwinden immer mehr Tier- und Pflanzenarten.

Diese Entwicklung zu stoppen ist eine große gesellschaftliche Herausforderung, die ein entschlossenes Handeln fordert.

Es geht dabei auch um uns Bürgerinnen und Bürger: Wenn es keine Bienen, Wildbienen oder Hummeln mehr gibt, wer bestäubt dann unsere Kulturpflanzen, unser Obst und Gemüse?

Lt. der Naturschutzverbände sind bereits 54% aller Bienen bedroht oder bereits ausgestorben, 73% aller Tagfalter verschwunden und nur mehr 3/4 aller Fluginsekten existent.

Das hat Auswirkungen auf Nahrungsketten und ökologische Kreisläufe. Laut LBV leben in Bayern nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren!

Wir versuchen durch unsere Beratungstätigkeit bei den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch bei den Gartenbauvereinen und anderen Verbänden ein Bewusstsein für die Problematik zu wecken.

  • die Landkreise der Oberpfalz ändern zunehmend das Mähmanagement der Straßenböschungen an den Straßen, mit dem Ziel mehr insektenfreundliche, artenreichere Bestände zu erhalten.
  • Vielerorts werden Blühflächen durch Einsaaten mehrjähriger Arten an geeigneten Stellen geschaffen.
  • mit gestaffelten Mähterminen soll ein größeres Blütenangebot erreicht werden.
  • Günstig wäre auch ein Abtransport des anfallenden Mähgutes, um ein Abmagern der Standorte und damit eine größere Artenvielfalt und insbesondere Chancen für Spezialisten unter den Blühpflanzen zu schaffen, die nur im Bereich nährstoffarmer Standorte konkurrenzfähig sind.

Die Kreisfachberatungen für Gartenkultur und Landespflege an den Landratsämtern sehen ihre Aufgabe seit vielen Jahren darin, naturnahe artenreiche Strukturen in den Gärten und im öffentlichen Grün zu erhalten und zu schaffen. Wir  halten bei vielen Anlässen, zum Beispiel bei den Gartenbauvereinen, Vorträge zur Thematik, wie „bienenfreundliche Gärten“, "Naturnahe Gartengestaltung", "Ökologie im Garten und im Dorf", usw.. Die Gartenpflegerausbildung ist darauf ausgerichtet, Fachleute zu gewinnen, die entsprechendes Wissen unmittelbar an die Gartenbesitzer weitergeben.

Auch bei den Privatberatungen und den Beratungen der Gemeinden (Initiierung von Staudenplanzungen in öffentlichen Grünflächen, Verkehrsinselumgestaltung, Baumerhalt und -pflege…) oder beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" geht es ebenfalls in genau diese Richtung.

Natürlich ist noch vieles im Argen. Man braucht nur die vielen naturfernen Gärten in den Neubaugebieten anzusehen, oder die „vorsorglichen“ Fällungen aus vorgeschobenen Verkehrssicherheitsgründen bei Bäumen in den Dörfern und auch privaten Gärten. Nicht nur optisch schön anzuschauende Blühflächen sind wichtig, auch weniger auffällige Biotope wie alte Bäume mit viel Totholz, Hecken oder Trocken- und Feuchtstandorte.

Letztlich bleibt nur Hartnäckigkeit aller Beteiligten, um langfristig was zu erreichen. Vielleicht hilft auch das politische Signal, wenn das Volksbegehren erfolgreich sein sollte.

Auch der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege, die Dachorganisation der Obst- und Gartenbauvereine, hat eine Stellungnahme zum Volksbegehren veröffentlicht.

Stellungnahme des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau udn Landespflege zum Volksbegehren „Artenvielfalt - Rettet die Bienen!“

Wir Oberpfälzer Kreisfachberater, die wir in vielen Bereichen mit dem Landesverband zusammenarbeiten, hätten uns dabei eine noch eindeutigere Positionierung pro Volksbegehren und dessen unmittelbare Unterstützung gewünscht.

Verband der Bayerischen Kreisfachberater Bezirk Oberpfalz
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