Landkreis Tirschenreuth
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Landesverbandstagung in Triesdorf: Umweltministerin Scharf übergibt Siegerplakette und Urkunde an die Verantwortlichen des Friedhofs Groschlattengrün

Umweltministerin Scharf, Landesverbandspräsident Vaitl und der stellvertretende Bezirksvorsitzende Heuschneider übergeben die Auszeichnung an Karl Flügel von der Kirchenverwaltung Groschlattengrün und an Kreisfachberater Harald Schlöger.
Die Abordnung der Kirchenverwaltung in Groschlattengrün ist sichtlich erfreut über den Ihnen zugedachten Preis, der von Umweltministerin Ulrike Scharf, den Präsidenten des Bayerischen LAndesverbandes Wolfram Vaitl und Kreisfachberater Harald Schlöger übergeben wurde.

Presseberichte zum Friedhofswettbewerb im Landkreis Tirschenreuth:

 

P

Preisübergabe an die "Siegerfriedhöfe" im Landkreis Tirschenreuth bei der Jahrestagung des Kreisverbandes Gartenbau in Waldsassen

Ergebnisse

Am 17. und 18.06.2015 fand die Bewertung im Wettbewerb „Unser Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur“ im Landkreis Tirschenreuth statt.

 

Der Wettbewerb wurde im Landkreis Tirschenreuth gemeinsam vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Tirschenreuth und dem Landkreis Tirschenreuth durchgeführt.

 

Die Bewertung der 14 teilnehmenden Friedhöfe brachte folgendes Ergebnis:

1. Preisträger: Friedhof Groschlattengrün 95 Punkte

2. Preisträger: Waldfriedhof Krummennaab 93 Punkte

Gemeinsame 3. Preisträger: Friedhof Brand i. d. OPf. 82 Punkte

Friedhof Kastl bei Kemnath 82 Punkte

Friedhof Trevesen 82 Punkte

 

Ehrenurkunden für herausragende Besonderheiten und die Weiterentwicklung ihrer Friedhöfe und die Umsetzung gelungener Details erhalten die Friedhöfe:

Friedhof Neusorg

Urnengrabanlage des Friedhofes Erbendorf

Friedhof Waldershof

Ziel des Wettbewerbs war und ist, das Bewusstsein für gut gestaltete Friedhöfe zu schärfen, das Engagement für Gestaltung, Pflege und Erhalt würdevoller Friedhöfe zu fördern und Lösungen zu würdigen, die den Bedürfnissen der Hinterbliebenen entgegenkommen bei gleichzeitiger Bewahrung des lokal geprägten Gesamtbilds des Friedhofs. Durch das Herausstellen positiver Beispiele sollen der Öffentlichkeit und interessierten Friedhofsträgern besonders nachahmenswerte Möglichkeiten aufgezeigt werden.

 

Die 14 zum Wettbewerb angemeldeten Friedhöfe im Landkreis Tirschenreuth sind alle auf ihre Art schöne Anlagen. Wichtig ist, die jeweiligen Konzepte und die traditionelle Gestaltung weiter zu entwickeln, auch im Hinblick auf die Integration der verschiedenen Formen der Urnenbestattung, die einen immer größer werdenden Anteil einnimmt. Zum Teil konnten bereits realisierte Lösungen vorgefunden werden, zum Teil gibt es Planungen, die in den nächsten Jahren in die Praxis umgesetzt werden sollen.

 

Vorbildlich ist das ehrenamtliche Engagement bei den Friedhöfen in kirchlicher Trägerschaft. Man spürt, dass sowohl bei den kirchlichen Trägern als auch bei den zuständigen Kommunen jeder der Verantwortlichen versucht, die beste Lösung für den eigenen Friedhof zu finden.

 

Ausgangspunkt für solche Überlegungen sind bestimmte Vorgaben, wie zum Beispiel die geschichtliche Entwicklung oder in der Vergangenheit vorgenommene erforderliche Erweiterungen, die natürlich andere Herausforderungen darstellen, als Friedhofsneugründungen, deren Charakter leichter unverfälscht erhalten werden kann.

 

Nach Rücksprache mit dem Landesverband konnten wir zusätzliche Teilnehmer als die vorgesehenen Preisträger für zumindest in Teilaspekten vorbildliche Lösungen wie Gestaltung der Grabzwischenräume mit Rasenflächen, Erhalt des alten Baumbestandes, behutsame Ergänzung des Baumbestandes durch Neupflanzungen, Platzgestaltung zum Beispiel bei einer Urnengrabanlage, mit Ehrenurkunden auszeichnen.

Wir werden den Verantwortlichen in nächster Zeit jeweils zu „ihren Friedhöfen“ dieses vorhandene Potential aufzeigen und Handlungsempfehlungen der Jury zur Verfügung stellen.

Allen Teilnehmern gilt unser Respekt vor den Leistungen und für Ihre Teilnahme ein herzliches „Vergelt´s Gott“.

Vorstellung der Preisträger im Friedhofswettbewerb.

1. Preis:
Friedhof Groschlattengrün - Evangelische Kirschengemeinde Groschlattengrün
2. Preis:
Waldfriedhof Krummennaab - Gemeinde Krummennaab
3. Preis:
Friedhof Brand - Gemeinde Brand i. d. Opf.
3. Preis:
Friedhof Kastl - Kath. Kirchenverwaltung Kastl
3. Preis:
Friedhof Trevesen - Kirchenverwaltung Trevesen
Ehrenurkunde:
Urnengrabanlage des Friedhofes Erbendorf - Stadt Erbendorf
Ehrenurkunde:
Friedhof Waldershof - Stadt Waldershof
Ehrenurkunde:
Friedhof Neusorg - Gemeinde Neusorg

Unterlagen zum Wettbewerb 2015 "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur"

Friedhöfe im Wandel - Friedhöfe sind und bleiben ein wichtiger Ort der Würde, Kultur und Natur!

Friedhöfe sind ein Teil unserer Kultur. In Bezug auf die Friedhofskultur und das Bestattungswesen hat sich in den letzten Jahren einiges in unserer Gesellschaft verändert. Uns sind würdevoll gestaltete "grüne Friedhöfe" mit hoher Aufenthaltsqualität ein Anliegen. Deshalb unterstützen wir die Bestrebungen, die Bedeutung des Ortes Friedhof als geistig spirituellem Ort einer Gemeinde trotz dieses Wandels gerecht zu werden.

Veränderungen in der Bestattungspraxis und bei der Gestaltung unserer Friedhöfe sind unter anderem durch folgende Entwicklungen begründet:

- Der Tod wird in der Gesellschaft verdrängt und tabuisiert

- War das Sterben früher in die Gemeinschaft eingebettet, so ist die Vereinsamung heute auch im Tode spürbar. Sterben wird zur Privatsache.

- Unsere Gesellschaft ist eine plurale Gesellschaft geworden. Die Vielfalt spiegelt sich auch in den Bestattungsformen wider.

- Christliche Bräuche sind im Schwinden. Die Vielfalt an Religionsgemeinschaften spiegelt sich auch im Friedhof wieder.

- Sterben ist nicht für viele Angehörige nur mehr schwer bezahlbar

– „Preiswerte" Alternativen werden gesucht - Die Mobilität in der Gesellschaft führt dazu, dass die Angehörigen, die ein Grab pflegen wollen, oft weit verstreut leben.

- Die Urnenbestattung nimmt stark zu

- Baumbestattungen in Friedwäldern und andere alternativen Formen werden immer mehr nachgefragt, mit entsprechendem Druck auf die Betreiber der Friedhöfe

Gemeinsame Anstrengungen:

Um den Friedhof auch zukünftig als zentralen „Kulturort" in den Städten und Gemeinden zu bewahren sind gemeinsame Anstrengungen erforderlich.

Wichtigste Ansprechpartner um die Entwicklung verträglich zu gestalten sind die Träger der Friedhöfe, also die Gemeinden oder die Pfarreien. Unsicherheit besteht meist bei der Weiterentwicklung und Gestaltung der Friedhöfe durch die stark nachgefragte Urnenbestattung oder teilanonyme Bestattungsformen.

Vermeintlich einfache Lösungen wie Urnenwände oder -stelen werfen Fragen auf, wie:

- „Was machen wir mit den Urnen nach Ablauf der Belegungsdauer?"

- „Wie kann die individuelle Trauer ausgedrückt werden, wenn kein Platz für Blumengebinde vorhanden ist?"

Aus Sicht der Friedhofsgestalter, aber sicher auch aus theologischer Sicht im Sinne einer Trauerbewältigung, ist es besser, andere Bestattungsformen wie Gemeinschaftsgrabfelder anzulegen anstatt Urnenwände.

Friedhöfe sind Orte des Lebens. Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode sollte spürbar sein. Das Leben sollte greifbar sein. Prägend sind Bäume, die einen hohen Symbolwert besitzen. Bäume am Friedhof werden zwar immer in Frage gestellt zumBeisopeil wegen fallender Blätter im Herbst. Sie haben Parallelen zum Wesen des Menschen. Zeigen sie uns sowohl die Ewigkeit als auch die Vergänglichkeit auf. Der Natur sollte ein gewisser Spielraum eingeräumt werden, damit sich das Leben entfalten kann.

Dem Trend nach möglichst wenig Grabpflege entsprechend können Baumbestattungen eine Lösung sein, Friedhöfe für neue Bestattungsformen zu öffnen. Eine gute Gesamtgestaltung des Friedhofes, mit Strukturierung durch Bäume, genügend Sitzmöglichkeiten und damit hoher Aufenthaltsqualität, lässt sich so mit zeitgemäßen Möglichkeiten für anonyme Bestattung verbinden.

Bayerischer Landesverband, Gartenakademie und Kreisfachberatung fanden sich zum Beispiel im letzten Jahr in einem Arbeitskreis Friedhof zusammen. Es entstanden zwei Broschüren, die sich mit dem Thema Wandel in der Friedhofskultur beschäftigen. Eine Broschüre wendet sich an die Bürger, eine an die Träger und Planer.

Broschuere_Friedhofsgestaltung_fuer_Buerger_Grabbesitzer.pdf

Broschuere_Friedhofsgestaltung_fuer_Traeger.pdf

Ergebnisse.

Am 17. und 18.06.2015 fand die Bewertung im Wettbewerb „Unser Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur“ im Landkreis Tirschenreuth statt.

 

Der Wettbewerb wurde im Landkreis Tirschenreuth gemeinsam vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Tirschenreuth und dem Landkreis Tirschenreuth durchgeführt.

 

Die Bewertung der 14 teilnehmenden Friedhöfe brachte folgendes Ergebnis:

1. Preisträger: Friedhof Groschlattengrün 95 Punkte

2. Preisträger: Waldfriedhof Krummennaab 93 Punkte

Gemeinsame 3. Preisträger: Friedhof Brand i. d. OPf. 82 Punkte

Friedhof Kastl bei Kemnath 82 Punkte

Friedhof Trevesen 82 Punkte

 

Ehrenurkunden für herausragende Besonderheiten und die Weiterentwicklung ihrer Friedhöfe und die Umsetzung gelungener Details erhalten die Friedhöfe:

Friedhof Neusorg

Urnengrabanlage des Friedhofes Erbendorf

Friedhof Waldershof

Ziel des Wettbewerbs war und ist, das Bewusstsein für gut gestaltete Friedhöfe zu schärfen, das Engagement für Gestaltung, Pflege und Erhalt würdevoller Friedhöfe zu fördern und Lösungen zu würdigen, die den Bedürfnissen der Hinterbliebenen entgegenkommen bei gleichzeitiger Bewahrung des lokal geprägten Gesamtbilds des Friedhofs. Durch das Herausstellen positiver Beispiele sollen der Öffentlichkeit und interessierten Friedhofsträgern besonders nachahmenswerte Möglichkeiten aufgezeigt werden.

 

Die 14 zum Wettbewerb angemeldeten Friedhöfe im Landkreis Tirschenreuth sind alle auf ihre Art schöne Anlagen. Wichtig ist, die jeweiligen Konzepte und die traditionelle Gestaltung weiter zu entwickeln, auch im Hinblick auf die Integration der verschiedenen Formen der Urnenbestattung, die einen immer größer werdenden Anteil einnimmt. Zum Teil konnten bereits realisierte Lösungen vorgefunden werden, zum Teil gibt es Planungen, die in den nächsten Jahren in die Praxis umgesetzt werden sollen.

 

Vorbildlich ist das ehrenamtliche Engagement bei den Friedhöfen in kirchlicher Trägerschaft. Man spürt, dass sowohl bei den kirchlichen Trägern als auch bei den zuständigen Kommunen jeder der Verantwortlichen versucht, die beste Lösung für den eigenen Friedhof zu finden.

 

Ausgangspunkt für solche Überlegungen sind bestimmte Vorgaben, wie zum Beispiel die geschichtliche Entwicklung oder in der Vergangenheit vorgenommene erforderliche Erweiterungen, die natürlich andere Herausforderungen darstellen, als Friedhofsneugründungen, deren Charakter leichter unverfälscht erhalten werden kann.

 

Nach Rücksprache mit dem Landesverband konnten wir zusätzliche Teilnehmer als die vorgesehenen Preisträger für zumindest in Teilaspekten vorbildliche Lösungen wie Gestaltung der Grabzwischenräume mit Rasenflächen, Erhalt des alten Baumbestandes, behutsame Ergänzung des Baumbestandes durch Neupflanzungen, Platzgestaltung zum Beispiel bei einer Urnengrabanlage, mit Ehrenurkunden auszeichnen.

Wir werden den Verantwortlichen in nächster Zeit jeweils zu „ihren Friedhöfen“ dieses vorhandene Potential aufzeigen und Handlungsempfehlungen der Jury zur Verfügung stellen.

Allen Teilnehmern gilt unser Respekt vor den Leistungen und für Ihre Teilnahme ein herzliches „Vergelt´s Gott“.

 

Vorstellung der Preisträger im Friedhofswettbewerb.

Friedhof Waldershof
Urnengrabanlage des Friedhofes Erbendorf
Ehrenurkunden für herausragende Besonderheiten und die Weiterentwicklung ihrer Friedhöfe und die Umsetzung gelungener Details erhalten die Friedhöfe: Friedhof Neusorg
Friedhof Trevesen 82 Punkte
Friedhof Kastl bei Kemnath 82 Punkte
Gemeinsame 3. Preisträger: Friedhof Brand i.d. Opf. 82 Punkte
2. Preis: Waldfriedhof Krummennaab 93 Punkte
1. Preis: Friedhof Groschlattengrün 95 Punkte

Unterlagen zum Wettbewerb 2015 "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur"

Aufruf_zum_Wettbewerb_farbig.pdf

 

INFOAllgemeinWettbewerb2015.pdf

 

AnmeldeformularTeilnehmer_anKV.pdf

 

Bewertungsbogen2015.pdf

Friedhöfe im Wandel - neue Bestattungsformen nehmen zu

Friedhöfe sind ein Teil unserer Kultur. In Bezug auf die Friedhofskultur und das Bestattungswesen hat sich in den letzten Jahren einiges in unserer Gesellschaft verändert. Uns sind würdevoll gestaltete "grüne Friedhöfe" mit hoher Aufenthaltsqualität ein Anliegen. Deshalb?gibt es verschiedene Bestrebungen, diesen Wandel der Bedeutung des Ortes Friedhof, als geistig spirituellem Ort einer Gemeinde, gerecht zu werden.

 

Veränderungen in der Bestattungspraxis und bei der Gestaltung unserer Friedhöfe sind unter anderem durch folgende Entwicklungen begründet:

 

- Der Tod wird in der Gesellschaft verdrängt und tabuisiert

- War das Sterben früher in die Gemeinschaft eingebettet, so ist die Vereinsamung heute auch im Tode spürbar. Sterben wird zur Privatsache.

- Unsere Gesellschaft ist eine plurale Gesellschaft geworden. Die Vielfalt spiegelt sich auch in den Bestattungsformen wider.

- Christliche Bräuche sind im Schwinden. Die Vielfalt an Religionsgemeinschaften spiegelt sich auch im Friedhof wieder.

- Sterben ist nicht für viele Angehörige nur mehr schwer bezahlbar

– „Preiswerte" Alternativen werden gesucht - Die Mobilität in der Gesellschaft führt dazu, dass die Angehörigen, die ein Grab pflegen wollen, oft weit verstreut leben.

- Die Urnenbestattung nimmt stark zu

- Baumbestattungen in Friedwäldern und andere alternativen Formen werden immer mehr nachgefragt, mit entsprechendem Druck auf die Betreiber der Friedhöfe

 

Um den Friedhof auch zukünftig als zentralen „Kulturort" in den Städten und Gemeinden zu bewahren sind gemeinsame Anstrengungen erforderlich.

 

Bayerischer Landesverband, Gartenakademie und Kreisfachberatung fanden sich zum Beispiel im letzten Jahr in einem Arbeitskreis Friedhof zusammen. Es entstanden zwei Broschüren, die sich mit dem Thema Wandel in der Friedhofskultur beschäftigen. Eine Broschüre wendet sich an die Bürger, eine an die Träger und Planer.

Hier können Sie diese Broschüren downloaden: Friedhofsbroschüre für Bürger Friedhofsbroschüre für "Entscheider", d. h. Träger der Einrichtungen wie Gemeinden oder Pfarreien Bitte auf die Umschlagseite der Broschüren klicken! Broschuere_Friedhofsgestaltung_fuer_Buerger_Grabbesitzer.pdf Broschuere_Friedhofsgestaltung_fuer_Traeger.pdf

 

Wichtigste Ansprechpartner um die Entwicklung verträglich zu gestalten sind die Träger der Friedhöfe, also die Gemeinden oder die Pfarreien. Unsicherheit besteht meist bei der Weiterentwicklung und Gestaltung der Friedhöfe durch die stark nachgefragte Urnenbestattung oder teilanonyme Bestattungsformen.

 

Vermeintlich einfache Lösungen wie Urnenwände oder -stelen werfen Fragen auf, wie:

- „Was machen wir mit den Urnen nach Ablauf der Belegungsdauer?"

- „Wie kann die individuelle Trauer ausgedrückt werden, wenn kein Platz für Blumengebinde vorhanden ist?"

 

Aus Sicht der Friedhofsgestalter, aber sicher auch aus theologischer Sicht im Sinne einer Trauerbewältigung, ist es besser, andere Bestattungsformen wie Gemeinschaftsgrabfelder anzulegen anstatt Urnenwände.

 

Friedhöfe sind Orte des Lebens. Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode sollte spürbar sein. Das Leben sollte greifbar sein. Prägend sind Bäume, die einen hohen Symbolwert besitzen. Bäume am Friedhof werden zwar immer in Frage gestellt zumBeisopeil wegen fallender Blätter im Herbst. Sie haben Parallelen zum Wesen des Menschen. Zeigen sie uns sowohl die Ewigkeit als auch die Vergänglichkeit auf. Der Natur sollte ein gewisser Spielraum eingeräumt werden, damit sich das Leben entfalten kann.

 

Dem Trend nach möglichst wenig Grabpflege entsprechend können Baumbestattungen eine Lösung sein, Friedhöfe für neue Bestattungsformen zu öffnen. Eine gute Gesamtgestaltung des Friedhofes, mit Strukturierung durch Bäume, genügend Sitzmöglichkeiten und damit hoher Aufenthaltsqualität, lässt sich so mit zeitgemäßen Möglichkeiten für anonyme Bestattung verbinden.

 

Wir möchten Ihnen zwei Exemplare der neuen Broschüre zukommen lassen. Sollten Sie dieses wichtige Thema aufgreifen, und zum Beispiel die Gemeinderäte und sonstigen Verantwortlichen informieren wollen, können Sie weitere Exemplare bei unserer Kreisfachberatung anfordern.

2015 soll vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege ein landesweiter Wettbewerb zum Thema Friedhof durchgeführt werden. Es wäre schön, wenn der Wettbewerb eine gute Resonanz erfährt. Der Wettbewerb ist ein gutes Werbemittel, um auf das Ziel, den grünen Friedhof als wichtigen Ort der Kultur darzustellen, hinzuweisen.

 

Sobald entsprechende Informationen zum Wettbewerb vorliegen, werden wir Sie an dieser Stelle informieren.