Landkreis Tirschenreuth
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Was geschieht bei bakteriologischen Grenzwertüberschreitungen ?

Wird bei einer Wasseruntersuchung das Überschreiten eines bakteriologischen Grenzwertes festgestellt, ermittelt das Gesundheitsamt zunächst vor Ort die jeweilige Ursache. Meistens handelt es sich nur um ein einmaliges, kurzzeitiges Überschreiten, das z.B. durch eine außergewöhnlich große Zahl von Badegästen an einem heißen Sommertag oder abnorme Witterungsbedingungen (z.B. Abschwemmungen nach einem heftigen Gewitter) verursacht wurde. Auch eine übermäßige Wasservogeldichte kann die bakteriologische Wasserqualität verschlechtern. So werden von einer einzigen Ente täglich rund 330 Gramm Kot mit rund 10 Milliarden intestinale Enterokokken ausgeschieden.

Zeigen nachfolgende Kontrolluntersuchungen, dass der Grenzwert wieder eingehalten wird, sind weitere Maßnahmen nicht erforderlich. Werden jedoch bei mehrfachen Kontrollen die Grenzwerte deutlich überschritten, kann aus Vorsorgegründen von der Kreisverwaltungsbehörde ein Badeverbot ausgesprochen werden, wenn gesundheitliche Gefahren für die Badegäste zu befürchten wären. Dies wird durch Hinweisschilder am Gewässer bekannt gegeben. In solchen Fällen versuchen Gesundheitsamt und Wasserwirtschaftsamt, die Verunreinigungsquellen festzustellen und zu beseitigen.