Landkreis Tirschenreuth
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Afrikanische Schweinepest (ASP);

Aufwandsentschädigung zur Reduktion der Wildschweinedichte Verfahren für das Jagdjahr 2017/2018    

Die ASP tritt seit 2014 in den baltischen Staaten und in Polen sowie seit 2017 in der Tschechischen Republik auf. Es besteht die ständige Gefahr der Verschleppung innerhalb der Länder und über die Grenzen der Länder hinweg. Nach Einschätzung der Experten erscheint das Risiko, dass die ASP zunächst in die Wildschweinpopulation eingeschleppt wird, größer als ein Eintrag in die Hausschweinepopulation. Deshalb stellt die Senkung der Wildschweindichte durch intensive Bejagung ein wesentliches Instrument der Seuchenprävention dar. Um die notwendige Bereitschaft zur Mitwirkung der Jägerschaft an dieser vorbeugenden Maßnahme zu fördern, wurde mit Beschluss des Ministerrats vom 19.12.2017 die Grundlage geschaffen, dass für das Erlegen von Frischlingen, Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht der Jungtiere nicht notwendig sind, 20 € pro Tier gewährt werden können. Für das Jagdjahr 2017/2018 wird die Jagdstrecke ab dem 19.12.2017 bis einschließlich Ende des Jagdjahres (31.03.2018) berücksichtigt. Die Auszahlung an die Jagdausübungsberechtigten (JAB) wird der Landesjagdverband Bayern e. V. (BJV) übernehmen und ist unabhängig von der Mitgliedschaft beim BJV.  

Mit LMS vom 05.02.2018, Az.: 46a-G8750-2017/7-250, hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aktuelle Vollzugshinweise zur Abwicklung der Aufwandsentschädigung zur Reduktion der Wildschweinedichte bekannt gegeben.

Für die Abwicklung der Auszahlung der Aufwandsentschädigung wurde folgendes Verfahren etabliert:

  • Die JAB legen ihre Streckenliste des Jagdjahres 2017/2018 der unteren Jagdbehörde vor.
  • Die unteren Jagdbehörden bestätigen den Erhalt der Streckenliste mit den Angaben zu den erlegten Wildschweinen.
  • Von der bestätigten Streckenliste wird eine Kopie für den JAB angefertigt.  

Die JAB können bis zum 15.05.2018 ihre Erstattungsanträge für das Jagdjahr 2017/2018 mit Eigenerklärung beim BJV einreichen. Zusammen mit dem Erstattungsantrag müssen die von der unteren Jagdbehörde bestätigten Streckenlisten in Kopie vorgelegt werden. Es steht den JAB frei, für die Erstattung nicht relevante Daten auf der Streckenliste zu schwärzen.  

Die Pauschale in Höhe von 20,- € pro erlegtem Tier (Frischlingen, Überläuferbachen und Bachen, die für die Aufzucht der Jungtiere nicht notwendig) stellt eine freiwillige staatliche Leistung dar. Ein Rechtsanspruch auf Auszahlung der Aufwandsentschädigung ist nicht ab-leitbar und kann nicht für Mitarbeiter/Bedienstete der Bayerischen Staatsforsten in Ausübung ihres Dienstgeschäfts gewährt werden.   Das LMS vom 05.02.2018 und das Antragsformular für die Auszahlung der Aufwandsentschädigung können Sie unten herunterladen.

Stand: 15.02.2018

Erstattungsantrag mit Eigenerklärung

LMS vom 05.02.2018