Landkreis Tirschenreuth
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Die Erschließung von Umgebungswärme durch Wärmepumpen kann durch verschiedene Verfahrensweisen erfolgen.

Die Wahl der Wärmequellenerschließung sollte nach den hydrogeologischen Verhältnissen getroffen werden. Wenn ein geeignetes oberflächennahes Grundwasserstockwerk vorhanden ist, sollte die Wärmegewinnung durch eine Grundwasser-Wärmepumpe erfolgen.

In Zweifelsfällen sollte man sich bei der Gemeinde und dem Wasserwirtschaftsamt informieren und beraten lassen. Vertikale Erdwärmesonden sind hervorragend geeignet, Sonnenenergie und Erdwärme zu nutzen. Erdwärmesonden-Wärmepumpenanlagen können an vielen Orten vorteilhaft eingesetzt werden.

Erdwärmesonden werden als Wärmeüberträger definiert, die vertikal oder schräg in den Untergrund eingebracht werden. Mit ihnen kann dem Gestein Erdwärme entzogen werden.

Auf Grund der Häufigkeit und unter Berücksichtigung des in der Regel einfachen Anzeigeverfahren beschränkt sich unser Internetangebot auf die Erstellung von Erdwärmesonden zwischen 20 und 100 m Tiefe und für Wärmeentzugsleistungen bis maximal 50 kW.

Für Erdwärmesonden werden in der Regel senkrechte Bohrungen mit Bohrdurchmessern zwischen 114 und 220 mm hergestellt. Der Ausbau erfolgt üblicherweise mit jeweils zwei U-förmigen Schleifen aus Kunststoffrohren. Als Werkstoffe werden vor allem reine Kohlenwasserstoff-Polymere wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polybutylen (PB) in ausreichender Dichte verwendet. Der Rohrdurchmesser muss so gewählt werden, dass das Wärmeträgermedium bei minimaler Pumpenleistung noch turbulent durchströmt. Er ist damit von der Sondentiefe und dem Wärmeträgermedium abhängig. In der Praxis sind äußere Rohrdurchmesser von 25 mm bei flachen und 32 mm bei tiefen (bis 100 m) Erdwärmesonden üblich.

Der Hohlraum zwischen Bohrlochwandung und Sonde wird entsprechend den Erfordernissen des Untergrundes verfüllt. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass die Verfüllung von unten nach oben erfolgt, um Lufteinschlüsse zu vermeiden, die die aus wasserwirtschaftlicher Sicht erforderliche sichere Abdichtung des Bohrloches in Frage stellen können.

Die Wärmeübertragung aus der Erde bzw. dem Grundwasser erfolgt über eine im geschlossenen Sondenkreislauf zirkulierende Sole. Die in der Sonde aufgenommene Wärme wird im Verdampfer der Wärmepumpe über den Kältemittelkreislauf an das Heizsystem abgegeben.

 

 

 

Ansprechpartner

  • Frau Monika Göhl (Tel.: 09631 88-250)

Downloads

  • Anzeigeformular für Erdwärmesonden und Wärmepumpenanlagen nach § 49 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) i. V. m. Aritkel 30 Bayerisches Wassergesetz (BayWG) Download
  • Merkblatt vom Wasserwirtschaftsamt Weiden mit Hinweisen für den Bauherrn von Erdwärmesonden Download
  • Merkblatt vom Wasserwirtschaftsamt Weiden mit Hinweisen zur Ausführung von Erdwärmesonden Download