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Landkreis Tirschenreuth ab sofort mit eigenem Sammelsystem für Altkleider


Abfallwirtschaftszentrum baut eigenes System auf / 51 Container in 20 Gemeinden und weiterhin Abgabe in Steinmühle möglich / Landrat Grillmeier: „Lassen unsere Bürgerinnen und Bürger mit diesem Problem nicht allein.“

Landrat Roland Grillmeier, Stefanie Malzer (Fachbereichsleitung Abfallwirtschaft) und Bürgermeister Franz Stahl vor den neuen Containern. © Fabian Polster, Landratsamt Tirschenreuth

Landkreis Tirschenreuth. Der Landkreis Tirschenreuth hat ab sofort ein eigenes, flächendeckendes Sammelsystem für Alttextilien. Das Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) sorgt mit landkreiseigenen Containern dafür, dass gebrauchte Kleidung und Stoffe weiterhin fachgerecht erfasst und verwertet werden können. Grund für diese Maßnahme ist der Rückzug bisheriger gewerblicher und gemeinnütziger Sammler aus wirtschaftlichen Gründen.

Stefanie Malzer, Fachbereichsleitung Abfallwirtschaft, erklärt: „Seit dieser Woche werden die neuen Container aufgestellt, dann stehen den Bürgerinnen und Bürgern 51 Landkreis-Container in 20 Gemeinden zur Verfügung. Ergänzend besteht weiterhin die Möglichkeit, Alttextilien bei uns an der Wertstoffsammelstelle Steinmühle bei Mitterteich abzugeben.“ Für die noch fehlenden Gemeinden – Waldershof, Fuchsmühl, Friedenfels, Mitterteich, Waldsassen und Bad Neualbenreuth – sei die Aufstellung weiterer Container bereits in Planung und wird in naher Zukunft umgesetzt.

Landrat Roland Grillmeier war zusammen mit Stefanie Malzer und Bürgermeister Franz Stahl persönlich bei der Aufstellung der neuen Container in Tirschenreuth vor Ort und machte sich ein Bild vom Start des neuen Systems: „Nachdem sich viele Sammler aus wirtschaftlichen Gründen zurückgezogen haben, war klar: Wir lassen unsere Bürgerinnen und Bürger mit diesem Problem nicht allein“, betont Grillmeier. „Mit dem neuen Sammelsystem übernehmen wir als Landkreis Verantwortung und schaffen wieder verlässliche, geordnete Entsorgungswege für Alttextilien. So stellen wir sicher, dass gut erhaltene Kleidung weiterhin sinnvoll wiederverwertet werden kann.“

Die neuen Container sind gut erkennbar: Sie tragen das Logo des Landkreises Tirschenreuth und/oder des Abfallwirtschaftszentrums. Eine vollständige und laufend aktualisierte Übersicht aller Standorte ist auf der Website des AWZ und der App verfügbar.

Was darf eingeworfen werden?

In die Container gehören ausschließlich trockene, noch brauchbare Textilien – also Kleidung und Stoffe, die man selbst noch tragen würde – sicher in Säcken verpackt. Schuhe sind zudem paarweise zu bündeln. Stark verschlissene Kleidung, verschmutzte Textilien oder Windeln sind über die Restmülltonne zu entsorgen. Auch brauchbare Haushaltswäsche wie Bettwäsche, Federbetten, Badetücher, Vorhänge, Tischdecken ergänzen können in die Container gegeben werden. Matratzen zählen zum Sperrmüll.

Wichtig ist zudem: Ist ein Container voll, dürfen keine Säcke daneben abgestellt werden. Durch Witterung und Verschmutzung wird die Ware unbrauchbar und muss kostenintensiv als Restmüll entsorgt werden. In diesem Fall bittet das AWZ darum, die Textilien wieder mitzunehmen, einen anderen freien Container zu nutzen und das Abfallwirtschaftszentrum über die aufgedruckte Servicenummer zu informieren.

Karitative Strukturen bleiben erhalten

Trotz des neuen landkreiseigenen Systems bleiben bestehende gemeinnützige Sammlungen und karitative Einrichtungen weiterhin wichtige Anlaufstellen. Gut erhaltene Kleidung kann dort wie gewohnt abgegeben werden.

Mit dem neuen Sammelsystem reagiert der Landkreis Tirschenreuth auf die aktuellen Herausforderungen am Altkleidermarkt und schafft eine nachhaltige Lösung für die Zukunft.

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