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Oberpfälzer Wald setzt auf Entschleunigung


Lenkungsausschuss Oberpfälzer Wald tagt im „Panorama Seenland“ am Steinberger See – Imagekampagne, Markenprozess und Führungswechsel im Fokus.

In der neuen Eventlocation „Panorama Seenland“ am Steinberger See kam der Lenkungsausschuss des Oberpfälzer Waldes im Frühjahr zusammen, um zentrale Zukunftsthemen der Tourismusregion zu beraten. Neben einem Rückblick auf den erfolgreichen Tourismustag standen vor allem strategische Entwicklungen, Marketingmaßnahmen und ein turnusgemäßer Wechsel in der Geschäftsführung auf der Agenda.

Großes Netzwerk für den Tourismus im Oberpfälzer Wald

Auf große Resonanz stieß der diesjährige Tourismustag Oberpfälzer Wald im März in Kemnath: Mehr als 200 Besucher informierten sich über aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und die Entwicklung der Region. Besonders positiv hervorgehoben wurden zwei Best-Practice-Beispiele aus dem Oberpfälzer Wald. „Das Feedback war durchweg positiv. Besonders die regionalen Erfolgsmodelle haben gezeigt, welches Potenzial in unserer Heimat steckt“, resümierte die Tourismusreferentin des Landkreises Tirschenreuth, Sabrina Busch. Der nächste Tourismustag wird im März 2027 in der Max-Reger-Halle in Weiden stattfinden.

Markenleitbild auf dem Prüfstand

Fünf Jahre nach der Erstellung des neuen Markenleitbildes zieht der Oberpfälzer Wald Bilanz. In einer breit angelegten Bevölkerungsbefragung mit über 1.100 Teilnehmern wurden Stärken, Schwächen und Zukunftspotenziale analysiert. In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse gemeinsam mit Berater Hagen Melzer (wattmultisports) ausgewertet. Ziel ist es, das Markenprofil weiterzuentwickeln, an aktuelle Trends anzupassen und insbesondere eine jüngere Zielgruppe stärker anzusprechen.

Qualität bleibt Schlüssel zum Erfolg

Auch in diesem Jahr bot die Tourismusgemeinschaft ein breites Schulungsprogramm für ihre touristischen Partner an. Besonders die erstmals durchgeführte Destinationsschulung hat gezeigt, wie wichtig ein einheitlicher Wissensstand innerhalb der Region ist. Da die Nachfrage kontinuierlich hoch ist, soll das Fortbildungsprogramm daher auch künftig fortgeführt und weiterentwickelt werden.

Neue Imagekampagne für stressfreien Urlaub

Aus einer ursprünglich geplanten Jahreskampagne entsteht nun eine langfristige Imagekampagne. Ziel ist es, den Oberpfälzer Wald als entspannte Destination zu etablieren, in der jeder einen stressfreien Urlaub verbringen kann. Im Mittelpunkt stehen klare Botschaften: kein Stau, keine überfüllten Hotspots, keine langfristigen Buchungszwänge – dafür Natur, Vielfalt und Erholung. Gemeinsam mit einer Marketingagentur aus der Region wird die Kampagne derzeit vorbereitet und soll sowohl digital als auch analog umgesetzt und langfristig weiterentwickelt werden.

Tourismus in Bayern mit positiver Entwicklung

„Das Jahr 2025 verlief für den Tourismus in Bayern insgesamt positiv. Aktuell spüren wir jedoch eine gewisse Zurückhaltung bei den Buchungen“, erklärte Dr. Michael Braun, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ostbayern, „was wohl an den aktuellen Anspannungen auf der Welt liegt“. Der Verband arbeitet aber natürlich an zahlreichen Projekten, darunter das LEADER-Kooperationsprojekt „Natürlich Ostbayern“, das Nachhaltigkeit stärker in der Region verankern soll. Auch der Fernwanderweg Goldsteig steht weiter im Fokus und ist aktuell im Rennen um die Auszeichnung als „Deutschlands schönster Fernwanderweg“.

Staffelübergabe in der Geschäftsführung

Zum Abschluss des Lenkungsausschusses verabschiedete das Gremium den scheidenden Landrat Grillmeier und übergab die Geschäftsführung turnusgemäß, nach drei Jahren unter der Leitung des Landkreises Schwandorf mit Landrat Thomas Ebeling und Geschäftsführerin Alexandra Beier, an den Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Künftig führen Landrat Andreas Meier und Tourismusreferentin und neue Geschäftsführerin Christina Kircher die Geschicke des Oberpfälzer Waldes. „Wir bedanken uns für die engagierte Arbeit der vergangenen Jahre und wünschen der neuen Führung viel Erfolg für die kommenden Aufgaben“, so Ebeling.

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