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Stadt Kemnath und Landkreis treiben Planungen für neues Hallenbad voran


Bei einem gemeinsamen Termin haben Landrat Roland Grillmeier und Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler erste Eckpunkte für einen möglichen Neubau vorgestellt. Das Hallenbad Kemnath wurde in den Jahren 1967/1968 errichtet und ist seitdem in Betrieb. Nach aktuellem Stand sprechen sowohl technische als auch wirtschaftliche Gründe für einen Ersatzneubau.

Landrat Roland Grillmeier (links) und Bürgermeister Roman Schäffler vor dem Kemnather Hallenbad. © Landratsamt Tirschenreuth.

Nach den bisherigen Überlegungen soll das neue Bad am bestehenden Standort entstehen. Dieser habe sich insbesondere wegen der kurzen Wege für den Schulbetrieb bewährt. „Der Standort ist für unsere Schülerinnen und Schüler ideal erreichbar. Gerade für den Schwimmunterricht der Real- und Mittelschule brauchen wir eine dauerhaft verlässliche Lösung vor Ort“, betonte Bürgermeister Schäffler. Auch aus Sicht des Landkreises ist der Standort sinnvoll: „Die Schulen sind auf das Bad angewiesen. Ein Neubau am jetzigen Platz garantiert Planungssicherheit und erhält die bewährte Infrastruktur“, erklärte Landrat Grillmeier.

Deutliche Bauschäden festgestellt

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Beton sowie die Bewehrung im Untergeschoss, insbesondere im Beckenbereich, massiv durch Korrosion geschädigt sind. Um statische Probleme zu vermeiden, wurden bereits provisorische Abstützmaßnahmen umgesetzt. Laut Statiker ist damit zwar ein Weiterbetrieb aktuell möglich, langfristig jedoch keine wirtschaftliche Lösung. Ein Fachbüro bestätigte deshalb, dass ein Neubau gegenüber einer Sanierung die wirtschaftlichste Variante darstellt. „Wir wollen keine kurzfristigen Reparaturen mehr, sondern eine dauerhafte Lösung für die nächsten Generationen“, so Schäffler. „Die Gutachten zeigen klar: Eine grundlegende Sanierung wäre teurer und technisch riskanter als ein Neubau. Deshalb gehen wir diesen Schritt gemeinsam“, ergänzte Grillmeier.

Die Studie zur Vorplanung wird durch den Landkreis beauftragt. Die Kosten werden jeweils zur Hälfte von Stadt und Landkreis getragen. Ein konkretes Honorarangebot liegt derzeit noch nicht vor, weshalb aktuell noch keine Aussagen zur Höhe der Planungskosten möglich sind. Neben einem reinen Schulbad prüft die Stadt zusätzliche Ausstattungskomponenten im (Klein-)Kinderbereich sowie Relaxzonen und würde diese auf eigene Kosten realisieren. „Wir wollen gemeinsam mit dem Landkreis eine Einrichtung schaffen, die nicht nur den Schulbetrieb sichert, sondern auch für die Bevölkerung rund um Kemnath einen echten Mehrwert bietet“, sagte Schäffler.

„Mit der Vorplanung schaffen wir die Entscheidungsgrundlage für das Projekt“, so die Verantwortlichen.  „Erst wenn belastbare Zahlen vorliegen, können wir über den weiteren Zeitplan und Fördermöglichkeiten sprechen – Ziel ist aber klar eine gemeinsame Einrichtung für Schulen und Öffentlichkeit“, erklärte Grillmeier abschließend.

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